Kirchenbesetzung

Bielefelder Kirchenbesetzung beendet

Bielefelder Kirchenbesetzung beendet

Erst zähe Verhandlungen, dann doch der Kompromiss: Drei Monate lang hatten Mitglieder einer Bürgerinitiative die Bielefelder Paul-Gerhardt-Kirche besetzt, um damit gegen ihren Verkauf an die Jüdische Kultusgemeinde zu protestieren. (Vgl. Jüdische Allgemeine vom 5. April und 21. Juni). Nach dreistündigen Gesprächen ?? unter Vermittlung des Altpräses der westfälischen Landeskirche, Hans-Martin Linnemann, einigten sich die evangelische Kirchengemeinde und die Besetzer darauf, dass diese die Paul-Gerhardt-Kirche noch bis zum 12. September dieses Jahres nutzen dürfen. Im Gegenzug erklärten sie sich bereit, die Besetzung sofort zu beenden. Eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs will die Kirchengemeinde zurückziehen. Vorwürfe des Antisemitismus hatten die Besetzer bis zuletzt zurückgewiesen.
Die Jüdische Kultusgemeinde zeigte sich erleichtert über den Kompromiss. Man habe »keine Sorge«, dass die ehemaligen Besetzer das Kirchengebäude tatsächlich im September freigeben, sagte Vorstandsmitglied Irith Michelson der Jüdi- schen Allgemeinen. Zwar sei noch kein Kaufvertrag abgeschlossen, aber die Verhandlungen würden wieder aufgenommen. Man erwarte nicht, dass jetzt noch etwas dazwischenkomme. Wenn der Verkauf zustande kommt, wäre es das zweite Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass eine christliche Kirche in eine Synagoge umgewidmet wird.

7. Oktober

Steinmeier: Antisemitische Hetze unerträglich aufgeflammt

Der schlimmste Anschlag auf Jüdinnen und Juden seit der Schoa: Der Bundespräsident verurteilt den Hamas-Terror vom 7. Oktober 2023. Und blickt auch auf die Lage im Gazastreifen

 08.10.2026

Terror

US-Präsident Trump glaubt, dass Iran hinter Flydubai-Attentat steckt

Noch ist unklar, ob und zu welchen ausländischen Organisationen der Attentäter Verbindungen hatte

 06.10.2026

Ein strategischer Bomber der US Air Force vom Typ B-1B Lancer auf dem Stützüpunkt Fairford in England (Archivbild)

Washington

Nach Anschlagsdrohung: B1-Bomber in die USA zurückverlegt

Das US-Militär hatte einige seiner Bomber wegen des Iran-Krieges nach Großbritannien verlegt. Nun wurden diese nach einem Vorfall am Stützpunkt wieder in die USA zurückbeordert. Die Frage ist: Warum?

 05.10.2026

Studie

»Neue antisemitische Normalität«: 7. Oktober für Juden in Deutschland biografische Zäsur

Eine wissenschaftliche Untersuchung zeigt, wie der Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 das Leben von Jüdinnen und Juden in Deutschland verändert hat. Die Befragten berichten von einer »neuen antisemitischen Normalität«, wachsendem Misstrauen und Ausgrenzung

 05.10.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  03.10.2026

Eisenach/Karlsruhe/Unna/Hagen

Mutmaßliches IS-Mitglied in Thüringen festgenommen

Der Verdächtige soll laut Bundesanwaltschaft für den IS als bewaffneter Militärpolizist tätig gewesen sein. Auch bei drei anderen Männern besteht der Verdacht auf Nähe zu der Terrororganisation

 02.10.2026

Düsseldorf

»Sei ein Mensch«: Gedenkort für verfolgte Abgeordnete im NRW-Landtag

Entlassen, drangsaliert, gefoltert: Viele frühere Abgeordnete des nordrhein-westfälischen Landtags wurden in der NS-Diktatur verfolgt. Ein neuer Gedenkort im Parlamentsgebäude erinnert an sie

von Ingo Lehnick  02.10.2026

Tel Aviv/Abu Dhabi

»Fly Dubai«-Vorfall: Hintergründe weiter unklar

Was geschah im Cockpit des Fluges nach Israel? Emiratische Behörden haben Ermittlungen eingeleitet. Jerusalem geht von einem Terroranschlag aus. Gesicherte Erkenntnisse zum Motiv gibt es bislang nicht

 02.10.2026

Bettina König (SPD), Nina Stahr (Bündnis 90/Die Grünen) und Kerstin Wolter (Die Linke, v.l.) während einer Pause

Berlin

Parteien-Treffen zu Antisemitismus mit »konstruktivem« Austausch

Linke, Grüne und SPD ringen in Berlin um eine gemeinsame Haltung zu Judenhass und organisierter Kriminalität. Was beim ersten Treffen dazu herauskam

 01.10.2026