Erinnerung

Ausstellung über das Leid homosexueller Häftlinge

Die Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald Foto: picture alliance / Andreas Franke

Die Bauhaus-Universität Weimar zeigt von Samstag an in Kooperation mit der Universitätsbibliothek die Wanderausstellung »Rosa Winkel« über homosexuelle Häftlinge in den Konzentrationslagern Buchenwald und Mittelbau-Dora. Die Schau erzähle vom Leiden dieser Häftlingsgruppe in den beiden Konzentrationslagern und von den Erfahrungen der Diskriminierung und Kriminalisierung auch nach ihrer Befreiung, teilte die Hochschule am Dienstag in Weimar mit.

Gezeigt würden unter anderem zahlreiche, teils erstmals der Öffentlichkeit präsentierte Fotos, schriftliche Dokumente und Erinnerungsberichte. Benannt sei die Ausstellung nach dem sogenannten »Rosa Winkel«, den als homosexuell verfolgte KZ-Häftlinge im NS-Regime zur Kennzeichnung auf ihrer Kleidung tragen mussten. Etwa
700 Männer seien im Nationalsozialismus als Homosexuelle in die Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora in Thüringen verschleppt worden. Die Hälfte von ihnen überlebte nicht.

Im Unterschied zu anderen Häftlingsgruppen sei den als homosexuell Verfolgten nach 1945 jahrzehntelang die Anerkennung als NS-Opfer verweigert worden, hieß es. Die Ausstellung zeige Kontinuitäten der Verfolgung, die lange vor 1933 begonnen und nach 1945 angedauert habe. Erarbeitet wurde sie 2022 gemeinsam von der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Studierenden und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. epd

Diplomatie

Israels Präsident begrüßt ersten Botschafter Somalilands

Als weltweit erstes Land hatte Israel vor einem halben Jahr die muslimisch geprägte Region im Norden Somalias als unabhängigen Staat anerkannt. Jetzt kommt der erste Botschafter nach Israel

 18.05.2026

Internationaler Strafgerichtshof

Bericht: Geheime internationale Haftbefehle gegen Ben-Gvir und andere

»Haaretz« berichtet über mögliche neue Schritte gegen mehrere israelische Minister und Militärvertreter

von Sabine Brandes  17.05.2026

Stuttgart

Die Vorfreude steigt

Die Jüdische Allgemeine berichtet weiterhin live von der Jewrovision. Die Jugendzentren sind inzwischen nach und nach angekommen, das Madrichim-Team empfängt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort. Die Vorfreude auf die Show steigt!

 15.05.2026

Genf

Döpfner fordert beim World Jewish Congress entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

Mit Blick auf die Hamas-Massaker vom 7. Oktober kritisiert der Springer-Chef die Reaktion: »Unmittelbar nachdem die Bilder der Opfer zu sehen waren, begann die Verharmlosung.«

 12.05.2026

In eigener Sache

Wir suchen Verstärkung

Wir suchen zum 1. Juli 2026 einen Politik-Redakteur (m/w/d) in Vollzeit

 07.05.2026

Jerusalem

Israel fordert von Großbritannien mehr Einsatz gegen Antisemitismus

Nach einem weiteren Terrorangriff auf Juden wirft Jerusalem London vor, die Lage nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Präsident Herzog: »Es ist an der Zeit, dass die Welt aufwacht.«

 30.04.2026

Polen

Israel fordert Konsequenzen nach Eklat mit Hakenkreuz-Flagge

Im Parlament hatte ein rechtsradikaler Abgeordneter eine israelische Flagge mit einem Hakenkreuz an Stelle des Magen David gezeigt

 22.04.2026

Brüssel

Deutschland und Italien bremsen EU-Vorstoß gegen Israels Assoziierungsabkommen

Spanien, Slowenien und Irland fordern eine Debatte über das Abkommen. Außenminister Wadephul bezeichnet den Vorstoß als »unangemessen«

 22.04.2026

Berlin

Urteil zu Angriff auf Lahav Shapira erwartet

Nach einem antisemitischen Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Fall neu vor Gericht verhandelt worden. Im Mittelpunkt des Berufungsverfahrens steht die Höhe der Strafe. Ein Urteil wird am Montag erwartet

 13.04.2026 Aktualisiert