Maccabi

Auftakt unter blauem Himmel

von Roy Rajber

Sportler kennen es. Das gewisse Prickeln am Ende eines langen Winters. Wenn der Schnee schmilzt und die ersten Knospen sprießen, geht es wieder los. Endlich wieder Sport unter freiem Himmel. Und um den Beginn des Sommers zu feiern, lädt Maccabi alle Jahre wieder zur Saisoneröffnung.
Was sind die Zutaten für ein erfolgreiches Sportfest? Ein gut konzipiertes Sportprogramm. Dazu viele Gäste, Musik, gutes Essen und natürlich gutes Wetter. Gemessen an diesen Vorausetzungen kann man von einem äußerst gelungenen Saisonauftakt sprechen.
Der TSV Maccabi München wünschte sich eine Saisoneröffnung, wie sie auch die Philosophie des Vereins widerspiegelt: Freundlich soll sie sein. Kreativ und aktiv möchte sich der Sportverein präsentieren. Die Verantwortlichen haben sich dafür allerlei ausgedacht. Vor allem für die Kleinen: »Die Jugend ist die Stütze unseres Vereins«, unterstrich Vorstandsmitglied Trixi Kellermann. Für Geschäftsführer Maurice Schreibmann ist dies überhaupt erst die Motivation für die viele Arbeit hinter den Kulissen. Daher sei es selbstverständlich, daß sich an diesem Maisonntag alles um die Kinder drehte.
Unter der jungen, frischen Moderation von Grischa Judanin und Lena van Hooven führte der TSV Maccabi durch ein buntes und aufregendes Programm. Kinder tobten auf verschiedenen Geräten. Ein paar Meter weiter sprangen Eltern mit ihren Kleinen in einem Hindernisparcours um die Wette, und der Vorstand des TSV Maccabi forderte eine Auswahl prominenter Helfer zum Menschenkickern heraus. Auch Rabbiner Israel Diskin machte mit.
Weitere Attraktionen waren die große Tombola und der bejubelte Auftritt der »van Dooren Sisters«. Die Sonne verwöhnte die Gäste, und auch kulinarisch wurde einiges geboten. Chefkoch Harald Aschenbrenner sagte hinterher: »Ich glaube, ich habe in meinem Leben noch nie so viele Schokoladencrêpes zubereitet.«
Rund 500 Menschen aus drei Generationen, mehr als die Hälfte davon Kinder, vergnügten sich an diesem Nachmittag auf der Vereinsanlage an der Riemer Straße. »Schade nur, daß es nicht jeden Tag so zugeht«, sagte der sichtlich gerührte und erschöpfte Organisator Maurice Schreibmann. Zur Freude der Verantwortlichen traf man nicht nur bewährte Mitglieder, sondern auch viele neue Gesichter auf der Anlage. Zur Überraschung auch viele neugierige, nichtjüdische Freunde des TSV Maccabi – und solche, die es werden wollen.
Der Verein soll wachsen und bemüht sich um Transparenz und Offenheit für alle. Am 18. Juni steht mit dem 2. Maccabi-Golfturnier bereits das nächste große Ereignis ins Haus. Eine Woche später feiern die Maccabäer gemeinsam mit dem Jugendzentrum der Kultusgemeinde das erste Kultur- und Sportfest. Man möchte den Sport als festen Bestandteil des Alltags etablieren und Abwechslung garantieren. Der TSV Maccabi München, so hat es den Anschein, blüht derzeit. Beste Voraussetzungen also für eine vielversprechende Zukunft.

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

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