Anschläge

Angst in Down Under

Angst in
Down Under

Australische Juden
befürchten
neue Anschläge

Die Polizei in Sydney sucht nach zehn Männern, die eine Synagoge in einem Vorort der Metropole angegriffen haben. Rabbiner Yossi Wernick, 32, der vor einem Jahr von New York nach Australien gekommen ist, war mit seiner Familie zu Hause, als der Angriff stattfand. Das Haus, das zur Parramatta-Synagoge gehört, wurde ebenfalls mit Ziegeln und Betonsteinen angegriffen, die Türen, Fenster und das Rabbinerauto demoliert haben. Niemand wurde bei dem Angriff verletzt. Die Polizei vermutet, daß Männer aus dem Nahen Osten dahinterstecken. Wernick erzählte den Medien, daß es »eine Schande ist, den aktuellen Konflikt hierher zu bringen«.
In Melbourne werden die Gehwege vor dem jüdischen Gemeindezentrum mit Betonpollern ausgerüstet. Eine Reihe von Synagogen haben jetzt mehr Security-Personal vor den Toren. Dabei wurde die hohe Sicherheitsstufe, die seit dem Ausbruch der zweiten Intifada im September 2000 gilt, noch einmal verstärkt, sagt Gavin Queit, Direktor der jüdischen Gemeindevertretung von Victoria. »Wir leben ständig mit dem Risiko eines Angriffs, obwohl bei diesen Umständen die Wahrscheinlichkeit höher ist, daß ein Mensch, der sehr wütend ist, etwas Schreckliches tut. Wir wären verrückt, wenn wir das nicht berücksichtigen würden«, sagt Queit.
Ein Sprecher der Israelischen Botschaft beklagte in Canberra, daß die australische Bundespolizei trotz verstärkter Schutzmaßnahmen Übergriffe nicht verhindern konnte. In den vergangenen zwei Monaten wurden vier weitere Einrichtungen attackiert: Die Coogee-Synagoge in Sydney, der Emanuel-Tempel in North Shore, das Leo-Baeck-Zentrum in Melbourne und die Progressive Synagoge in Bentleigh. Außerdem gab es einen Angriff in der vergangenen Woche auf ein Gebetshaus in Neuseeland und einen versuchten Anschlag auf die Mizrahi Synagoge in Biondi. Ein ultra-orthodoxer Mann wurde in Caulfield körperlich verletzt und mehr als 40 E-Mails und Telefon-Drohungen gingen bei jüdischen Organisationen in Melbourne ein. ja

Nahost

Israels Kriegsstrategie gegenüber Iran und der Hisbollah

Israels Armee greift Irans Führung unerbittlich an. Es gibt jedoch warnende Stimmen: Die gezielten Tötungen von Anführern könnten das System noch radikaler machen. Welche Ziele verfolgt Israel?

von Sara Lemel  19.03.2026

Forschung

Ukraine öffnet Archiv über KZ-Häftlinge

Mitten im Krieg mit Russland öffnet die Ukraine historische Geheimarchive. Für Forschende über die NS-Zeit und die Sowjetische Besatzungszone soll der Zugang erleichtert werden

 11.03.2026

Jerusalem

Wadephul: Iranische Waffen gefährden »nicht nur Israel, sondern auch uns in Europa«

Bei seinem Besuch bei seinem Amtskollegen Gideon Sa’ar sei es auch um diese Frage gegangen: Wie kann dieser Konflikt irgendwann beendet werden, wenn man dem Iran die entscheidenden Waffen aus der Hand geschlagen hat?»

 11.03.2026

Reisen

Lufthansa setzt weiterhin viele Nahost-Flüge aus

Flüge nach Tel Aviv, Teheran und in andere Städte bleiben ausgesetzt. Lufthansa reagiert weiter auf die Lage im Nahen Osten – Charterflüge für Rückholaktionen laufen jedoch weiter.

 09.03.2026

Südlibanon

Zwei israelische Soldaten bei Hisbollah-Angriff getötet

Nach einer vorläufigen Untersuchung der israelischen Armee begann der Vorfall, als ein Panzer während eines Einsatzes stecken blieb

 08.03.2026

Washington

USA intervenieren gegen mögliche Russland-Hilfe für den Iran

Sondergesandter Steve Witkoff kritisiert Moskau dafür, dass es Teheran im Krieg zu unterstützen scheint

 08.03.2026

Iraner in Deutschland

»Einfach leben«

Der Exil-Iraner und Musikmanager Babak Shafian war bisher skeptisch, wenn es um den möglichen Fall des Mullah-Regimes ging. Diesmal ist er hoffnungsvoll. Der Grund dafür ist Israel

 04.03.2026

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

Berlin

Zeichen gegen Teheran

Exil-Iraner demonstrierten vor Israels Botschaft in Berlin und drücken ihre Hoffnung auf einen Neuanfang aus

 03.03.2026

Botschafter Ron Prosor: Das Regime in Teheran steht mit dem Rücken zur Wand

Interview

»Ich bin für die klare Haltung Deutschlands dankbar«

Israels Botschafter Ron Prosor zu deutschen Reaktionen nach den Angriffen auf den Iran, zur Sicherheitslage israelischer und jüdischer Einrichtungen sowie zu einer Nachricht zu Purim

von Detlef David Kauschke  02.03.2026