Studentenverband

»An Ideen mangelt es nicht«

Den Studentenkeller haben sie bereits aufgeräumt und auch ansonsten hat sich der neue fünfköpfige Vorstand des Jüdischen Studentenverbandes Berlin (JSB) einiges vorgenommen. Vor kurzem erst sind die fünf Studenten Jasmin Bruck, Tobias Händler, Shelly Solovei, Madlene Shafir und Ethan Sissman zum neuen Vorstand gewählt worden, und in diesen Tagen ha-
ben sie besonders viel zu tun. Denn eine Gruppe von 43 jüdischen Studenten aus den USA hat sich angekündigt. Zusammen soll Kabbalat Schabbat gefeiert werden. »Die Vorbereitungen, die dafür notwendig sind, sind nicht zu unterschätzen. Aber wir freuen uns auf den Besuch«, sagt Jasmin Bruck.
Wenn die Gäste wieder abgereist sind, wollen sich die Studenten intensiv um das Programm des JSB für die nächsten Monate kümmern. »Wir möchten eine feste Institution für alle jüdischen Studenten in Berlin werden«, so Tobias Händler. Es soll ein attraktives Programm mit kulturellen Aktivitäten, Spaßveranstaltungen und regelmäßigen Gottesdiensten zusam-
mengestellt werden. Ferner soll gemeinsam ins Museum gegangen, Filme im Kino angeschaut und auch über politische und religiöse Themen diskutiert werden. Der Internet-Auftritt wird überarbeitet, ein neues Logo gestaltet. »Der Studentenkeller soll wieder ein Anlaufpunkt für junge jü-
dische Menschen werden. Unser Ziel ist es, dass sich wieder mehr Leute angesprochen fühlen, hierher zu kommen«, sagt die 23-jährige Jasmin Bruck. Der letzte Vorstand habe zum Schluss eine derart schlechte Arbeit gemacht, dass der Verein keine finanzielle Unterstützung mehr von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin bekommen habe, so Lala Süsskind, Repräsen-
tantin und Vorsitzende des Jugend- und Erziehungsausschusses der Gemeinde. Aber seitdem der neue Vorstand aktiv ist, erhalte der JSB wieder seine monatliche finanzielle Unterstützung.
»An Ideen mangelt es uns nicht, nun geht es darum, sie umzusetzen«, sagt Tobias Händler. Als er vor fünf Jahren als Student der Gesellschafts- und Wirtschafts-
kommunikation von Frankfurt nach Berlin kam, habe er gleich andere jüdische junge Leute im damaligen JSB kennen gelernt. Damals sei im Studentenkeller viel los gewesen und es hätte ein gutes Angebot gegeben. In diesem Verein treffe man zahlreiche Gleichaltrige, denn Mitglied kann jeder zwischen 18 und 35 Jahren werden.
Mehrere hundert E-Mail-Adressen sind in ihrem Verteiler gespeichert. »Die schreiben wir nun alle an«, sagt Tobias Händler. In einigen Monaten soll der Verein wieder eine feste Größe sein, hofft der 26-Jährige. Christine Schmitt

Die Universität Pennsylvania will nicht auf die Forderung eingehen, Daten jüdischer Mitarbeitenden zu veröffentlichen.

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