konzert

Achtung Klassik!

Achtung Klassik!

Eröffnungskonzert
der Münchner Philharmoniker

von Marian Offman

Anfang Oktober spielten die Münchner Philharmoniker, das Orchester der Stadt, erstmalig im Hubert-Burda-Saal im Gemeindezentrum. Es war das erste einer Reihe von Kammerkonzerten der Philharmoniker an diesem Ort. Auf dem Programm standen Werke jüdischer Komponisten aus den vergangenen beiden Jahrhunderten. Albert Osterhammer spielte auf der Klarinette eine Madrigale von Karel Reiner (1919-1979). Dann folgte ein wunderschönes Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier von Carl Frühling (1868 bis 1937). Frühling ist ein vergessener Komponist aus Lemberg, der die letzten Jahrzehnte seines Lebens komponierend in Wien verbrachte und 1935 dort in Armut starb. Den Münchner Philharmonikern ist zu verdanken, dass sie das kunstvolle und dabei freundlich-heitere Klarinettentrio des jüdischen Komponisten wiedergefunden haben und bei uns im Gemeindesaal erstmalig aufführten.
Nach der Pause dann folgte von Felix Mendelssohn-Bartholdy ein Trio für Violine, Violoncello und Klavier. Robert Schumann war von diesem Stück so beeindru-ckt, dass er Mendelssohn gar als den »Mozart des 19. Jahrhunderts« bezeichnete. Besonders schön auch klang das Spiel der Pianistin Ivana Svac Grenda auf dem neuen Steinway-Flügel, den die Gemeinde dank einer großzügigen Spende unlängst erwerben konnte.
Einhellig waren die Orchestermitglieder und Zuhörer von der Akustik des Hubert-Burda-Saals begeistert. Einige kamen ins Schwärmen und beschrieben die Klangqualität als mindestens genauso hervorragend wie in der Philharmonie oder gar im Herkulessaal. Nächstes Kammerkonzert der Münchner Philharmoniker im Hubert-Burda-Saal ist am Sonntag, 28. Oktober um 11 Uhr. Auf dem Spielplan steht unter anderem das Forellenquintett von Franz Schubert. Weitere Kammerkonzerte in diesem Jahr sind geplant für den 25. November mit Beethoven und Brahms und für den 16. Dezember mit Verdi und Schubert. Karten sind erhältlich für unter 20 Euro bei München Ticket oder den üblichen Vorverkaufsstellen.

Die Universität Pennsylvania will nicht auf die Forderung eingehen, Daten jüdischer Mitarbeitenden zu veröffentlichen.

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Die Universität Pennsylvania wehrt sich gegen die Forderung, persönliche Daten jüdischer Mitarbeitender auszuhändigen. Der Fall wird vor einem US-Bundesgericht verhandelt.

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