Kooperation

Zu Gast in Sachsen

Die israelischen Gäste besuchen Buchenwald. Foto: EPHK, Thomas Döhler

Wenn die Polizei auf der Elbe kreuzt, ist normalerweise etwas passiert. Anders Ende Juli in Dresden, denn ein Dutzend Polizeischülerinnen und -schüler aus Israel waren hier unterwegs. Besichtigung eines Bootes der sächsischen Wasserschutzpolizei war Teil eines umfangreichen Besuchsprogramms für die angehenden Polizisten.

Die sächsische Polizei gab einen Überblick über ihre Arbeit: Wasserschutzpolizei und Hundestaffel, Bereitschaftspolizei und Polizeifachschule stellten sich vor. Das Polizeirevier und das Amtsgericht Meißen erläuterten das Prinzip der Gewaltenteilung anhand eines simulierten Verkehrsvergehens – inklusive Ermittlung, Zeugenvernehmung und Verurteilung. Zum siebten Mal waren Jugendliche aus Israel auf Einladung der Polizei Sachsen zu Gast.

Jugend-Aliyah Initiiert wurde der Ausbildungsaustausch von der Kinder- und Jugend-Aliyah in Deutschland. Das Kinder- und Jugendhilfswerk unterhält in Israel Jugenddörfer, in denen Heranwachsende aus schwierigen Verhältnissen oder elternlose Kinder leben, zur Schule gehen und eine Berufsausbildung erhalten. Durch gegenseitige Besuche sollen deutsche und israelische Polizeischüler sich kennenlernen, Gemeinsamkeiten entdecken und Vorurteile abbauen.

Im Freistaat kümmerte sich dieses Jahr erstmals die Hochschule der Sächsischen Polizei um das Programm und die Betreuung der Gäste. Polizeiarbeit, politische Informationen, Sport und Freizeitaktivitäten prägten die Besuchswoche. Die Jugendlichen besuchten auch die Leipziger und die Dresdner Synagogen und nahmen am Schabbatgottesdienst und dem Kiddusch teil. Außerdem besuchten sie die Gedenkstätte des KZs Buchenwald.

Pava Raibstein, die Geschäftsführerin der Kinder- und Jugend-Aliyah, sagte: »Wir wollen den jungen Besuchern bewusst machen, dass Deutschland in den vergangenen 70 Jahren zwei Diktaturen erlebt hat und zeigen, wie sich das demokratische Deutschland mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt.«

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Engagement

Erstklassig, Digga!

Der Fußballverein Hannover 96 ist nun beim Projekt »Shalom, Digga« in Niedersachsen mit dabei

von Katrin Richter  24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026

Deutschland

»Existenzgefahr für Berlins Juden«

Die Linke macht immer wieder mit Judenhass und Forderungen nach der Auslöschung Israels von sich reden. Der Wahlsieg der Partei veranlasst nun den israelischen Botschafter zu einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme

 23.09.2026

Hellerau

Tscheburaschka und WBS70

Die Ausstellung »Jüdische Ossis IV – Räume der Freiheit und des Rückzugs« stellt Fragen nach privater und öffentlicher Identität

von Katrin Richter  22.09.2026

Hillel

»Man fühlt sich bei uns willkommen«

Die neue Geschäftsführerin Liora Jaffe über das Zuhören, Visionen und Aha-Momente

von Christine Schmitt  22.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Frauen weggeschickt

Mitten am Tag soll ein 37-jähriger Afghane einen Brandsatz an der Bergischen Synagoge gezündet und sich danach antisemitisch geäußert haben. Vorher soll er zwei Passantinnen weggeschickt haben

 22.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Feiertage

Chatima towa, oder was?

Was von Rosch Haschana über Jom Kippur bis Sukkot die korrekte Grußformel ist

von Rabbiner Yaacov Zinvirt  25.09.2026 Aktualisiert