Frankfurt/Main

»Zeitgemäßes Porträt der Gegenwart«

Tanzt zur Eröffnung: die L-E-V Company aus Tel Aviv Foto: Gil Shani

Ein koscheres Pop-Up-Restaurant, Clubnächte und moderner Tanz: Die diesjährigen Jüdischen Kulturwochen in Frankfurt am Main »wollen ein zeitgemäßes Porträt der jüdischen Gegenwartskultur zeichnen«, sagte Marc Grünbaum, Vorstand der Jüdischen Gemeinde, am Mittwoch. Insgesamt seien vom 15. Oktober bis 5. November 34 Veranstaltungen geplant, darunter Ausstellungen, Konzerte, Führungen, Theater und Workshops.

highlight Zur Eröffnung am 15. Oktober um 20 Uhr tanze die L-E-V Dance Company aus Tel Aviv Choreografien von Sharon Eyal und Gai Behar. Als besonderes Highlight kündigte Grünbaum das Pop-Up-Restaurant des israelischen Spitzenkochs Yossi Elad an. Es sei das erste koschere Restaurant in Frankfurt außerhalb der Jüdischen Gemeinde seit 1945.

Religiöse Einblicke sind bei einem offenen Gottesdienst in der Westend-Synagoge möglich. Das Wissen über andere Religionen und Kulturen sei eines der wichtigsten Elemente im Kampf gegen Hass, Rassismus und Antisemitismus, sagte Grünbaum. epd

Alija

Darum bleibe ich

Der 7. Oktober hat unsere Autorin zu einem anderen Menschen gemacht. Und beinahe wäre sie nach Israel ausgewandert. Vieles aber hält sie hier – aus gutem Grund

von Barbara Bišický-Ehrlich  23.07.2026

Interview

»Kiddusch mit Empanadas«

Daniela Rusowsky über die lateinamerikanische Gemeinschaft in Berlin, Melodien aus der Heimat und die Bedeutung von Kabbalat Schabbat

von Mascha Malburg  23.07.2026

Programm

Marathon-Mann, Swingende Hermline und ein festliches Triple in Karlsruhe: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 23. Juli bis zum 30. Juli

 22.07.2026

Projekt

Ein Denkmal für gefallene Soldaten und ermordete Juden

Ein Dorf will mit einer Gedenkstätte an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Das geplante gemeinsame Gedenken an gefallene Soldaten und ermordete Juden ruft ein unterschiedliches Echo hervor

von Jens Bayer-Grimm  21.07.2026

Berlin

Jüdisch, Queer, Selbstbewusst

Der »Pride-Shabbat« des Vereins Keshet Deutschland zeigt auch in diesem Jahr wieder, dass jüdisches und queeres Leben zusammengehören

von Leon Stork  20.07.2026

Pforzheim

Die vergessene jüdische Geschichte der Goldstadt

Vom Schwarzwald aus verkauften Juden einst Schmuck in die ganze Welt. Erst langsam wird diese Geschichte aufgearbeitet. Sie ist nicht immer glänzend – und auch noch nicht vorbei

von Mascha Malburg  20.07.2026

Porträt der Woche

»Ich wollte zum Ursprung«

Richard Ernst konvertierte zum Judentum, wurde Gärtner und Hobbymaler

von Anja Bochtler  18.07.2026

Würdigung

Im Einsatz für die Demokratie

Minister Georg Eisenreich zeichnete Engagierte in Justiz und Polizei mit dem Fritz-Neuland-Gedächtnispreis aus

von Luis Gruhler  18.07.2026

München

Bücher für alle

Der Literaturwissenschaftler Nathan Cohen sprach im Rahmen der Scholem-Alejchem-Reihe über populäre jiddische Literatur in Osteuropa

von Nora Niemann  18.07.2026