Thüringen

Tora auf Reisen

Torarolle (Symbolfoto) Foto: imago images/Shotshop

Thüringen

Tora auf Reisen

Die öffentliche Vorstellung der feierlichen Abschrift wird durch Vorträge und Workshops ergänzt

 26.10.2020 14:47 Uhr

Die neue Tora für die Jüdische Landesgemeinde Thüringen geht auf Reisen. Am 4. November kann der Sofer Reuven Yaacobov in der Synagoge im südthüringischen Berkach bei seiner Arbeit beobachtet werden, sagte die Projektleiterin der Arbeitsgemeinschaft »Tora ist Leben«, Alexandra Husemeyer, am Montag in Erfurt.

Sie koordiniert im Auftrag der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und des Bistums Erfurt die Abschrift einer hebräischen Bibel als Geschenk der Christen an die Juden des Landes.

auftritte Zu dem Termin in Berkach werden neben dem Landesvorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, Reinhard Schramm, auch der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, erwartet. Danach seien neun weitere öffentliche Auftritte Yaacobovs unter anderem in Erfurt, Nordhausen und Eisenach geplant.

Parallel dazu solle es ein Vortragsprogramm und Workshops mit etwa 700 Schülern der siebten bis zehnten Klasse geben, kündigte Husemeyer an. Dabei gehe es um die Vermittlung grundlegender Aspekte des jüdischen Glaubens und jüdischer Kultur. So würden die jungen Leute lernen, wie man das Wort »Schalom« für Frieden oder den eigenen Namen auf Hebräisch schreibt.

abschrift Wie weit der Sofer, der vor einem Jahr mit der Abschrift der exakt 304.805 Buchstaben begonnen hatte, bereits ist, konnte Landesrabbiner Alexander Nachama nicht genau sagen.

Er gehe davon aus, dass die Gemeinde am 30. September 2021, dem jüdischen Festtag zu ihren Ehren, die neue Tora in Gebrauch nehmen kann. Zuvor soll sie »voller Freude« durch die Erfurter Innenstadt getragen werden, blickte Nachama voraus. epd

Dresden

Jüdisches Leben: Gefühl von Unsicherheit im Alltag

In Sachsen gestalten Jüdinnen und Juden das kulturelle und gesellschaftliche Leben entscheidend mit. Dennoch bleibt Antisemitismus ein präsentes Problem

 23.06.2026

Meinung

Essen mit Beigeschmack

Katrin Richter kritisiert, dass jüdische und israelische Küche zunehmend nur noch mit Schutzkonzept serviert werden kann

 23.06.2026

Berlin

Zusammen genießen

Zum fünften Mal fand das Koschere Streetfood-Festival statt – mit Geschmäckern von fast überall

von Katrin Richter  23.06.2026

Jubiläum

Fünf Jahre jüdische Seelsorge der Bundeswehr: Militärrabbiner Zsolt Balla zieht Bilanz

Seit dem Start der jüdischen Militärseelsorge vor fünf Jahren wächst ihre Bedeutung in der Truppe. Sieben Militärrabbiner tun inzwischen Dienst. Ein Fazit - mit Blick auf Zeitenwende und deutsche Geschichte

von Karin Wollschläger  23.06.2026

Bildung

»Die jüdische Sicht stärken«

Eduard Steinberg über den neu gegründeten Verband jüdischer Pädagogen, Ausbildung von Lehrern und Fakten statt Meinungen

von Katrin Richter  22.06.2026

Maccabi

Eine Feier für den jüdischen Sport

Der Verein lud zum traditionellen Sommerfest im Vereinsgelände an der Riemer Straße

von Luis Gruhler  21.06.2026

München

Ganz im Vertrauen

Seit rund sechs Wochen ist Dominik Krause als Oberbürgermeister im Amt. Nun traf er sich mit Vertretern des Vorstandes der IKG zum Gespräch

von Luis Gruhler  21.06.2026

Porträt der Woche

Flucht und Farben

Alexander Glinkin ist Maler. Im Frühjahr 2022 verließ er Kyjiw und lebt heute in Berlin

von Matthias Messmer  21.06.2026

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026