Humboldt-Universität

Stiftungsprofessur für christlich-jüdischen Dialog

Humboldt-Universität an der Straße Unter den Linden in Berlin Foto: dpa

An der Berliner Humboldt-Universität (HU) soll eine Stiftungsprofessur für den christlich-jüdischen Dialog eingerichtet werden. Dazu ist am Montag ein Festakt geplant, bei dem die Pläne vorgestellt werden sollen, wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die HU in Berlin mitteilten.

Der inhaltliche Schwerpunkt des neuen Lehrstuhls, der voraussichtlich zum Wintersemester 2019/20 seine Arbeit aufnehmen wird, liege auf der europäischen Neuzeit. Dabei sollten insbesondere die Wirkungen von aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen und Theologien auf das christlich-jüdische Verhältnis erforscht werden.

Öffentlichkeit Neben einer interdisziplinären und internationalen Ausrichtung erwarteten sich die Stifter durch die Professur neue Impulse für die allgemeine und kirchlich geprägte Öffentlichkeit. Die Stiftungsprofessur soll am Institut Kirche und Judentum der Theologischen Fakultät der HU angesiedelt werden, hieß es weiter.

Die Initiative dazu geht den Angaben zufolge auf die EKD und ihre Gliedkirchen zurück. Finanzielle Unterstützung komme vom Stifterverband und der Volkswagen-Stiftung.

Die Stiftungsprofessur werde für die Dauer von zehn Jahren eingerichtet. Im Anschluss daran habe die Universität zugesagt, die Professur in der Theologischen Fakultät »nachhaltig in der Universität zu verankern«.

gäste Zu dem Festakt in der Heilig-Geist-Kapelle der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der HU werden unter anderem die Präses der EKD-Synode, Irmgard Schwaetzer, Landesbischof Ralf Meister (Hannover), HU-Präsidentin Sabine Kunst und der Leiter des Instituts Kirche und Judentum, Christoph Markschies, erwartet.

Der Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, hatte die Einrichtung der Stiftungsprofessur auf Initiative der EKD im März 2017 im Rahmen der Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit in der Frankfurter Paulskirche angekündigt. Im Jubiläumsjahr »500 Jahre Reformation« sollte so ein gemeinschaftliches Zeichen gesetzt werden gegen Antijudaismus und Antisemitismus, hieß es. epd

Berlin

Blackout im Südwesten

Kalte Wohnungen, kein Licht – so bewältigten Familien den Anschlag auf das Stromnetz der Stadt

von Christine Schmitt  07.01.2026 Aktualisiert

Dresden

Neue Ausstellung zu jüdischer Exilgeschichte

Unter dem Titel »Transit - Bilder aus dem Exil« sind ab dem 9. Januar Werke der argentinischen Künstlerin Monica Laura Weiss zu sehen

 06.01.2026

Berlin

Anklage: Wegen Davidstern Messer gezogen

In Berlin hat im vergangenen Juni ein 29-Jähriger aus mutmaßlich antisemitischen Motiven einen 60-Jährigen mit einem Messer bedroht. Jetzt wurde Anklage erhoben

 06.01.2026

Frankfurt am Main

Jüdische Akademie eröffnet 2026

Das intellektuelle jüdische Leben erhält einen neuen Mittelpunkt. Die neue Bildungseinrichtung ist die erste dieser Art in der Bundesrepublik

 05.01.2026

Frankfurt

18-mal Familie

In einer Ausstellung des Jüdischen Museums rekonstruiert die Künstlerin Ruthe Zuntz die 500-jährige Geschichte ihrer Vorfahren

von Leon Stork  04.01.2026

Rezension

Das neue Zuhause ist in Gefahr

Israelis in Berlin berichten über ihre persönlichen Erfahrungen nach dem 7. Oktober

von Geneviève Hesse  04.01.2026

Philanthropie

Die Wüste zum Blühen bringen

Richard Markus entstammt der Familie, der die größte Einzelspende in der Geschichte Israels zu verdanken ist

von Alicia Rust  04.01.2026

Brandenburg

Die Kunst der Nachbarschaft

Wie die jüdische Gemeinde Königs Wusterhausen neue Räume bezog – und eine unerwartete Freundschaft mit einem libanesischen Gastronomen entstand. Ein Ortsbesuch

von Helmut Kuhn  04.01.2026

Porträt der Woche

Auf Entdeckungsreise

Friederike Heimann fand über Gedichte und ihren Mann zum Judentum

von Heike Linde-Lembke  04.01.2026