Berlin

»Persönlicher Zugang zur Geschichte«

Zeitzeugin Anita Lasker-Wallfisch Foto: dpa

Das Deutsche Technikmuseum in Berlin präsentiert erstmals das digitale Zeitzeugnis einer deutschsprachigen Holocaust-Überlebenden in interaktiver Form. Die Aufzeichnung der Geschichte der Auschwitz-Überlebenden Anita Lasker-Wallfisch (94) simuliert durch ihr Format eine echte Gesprächssituation und soll »auch zukünftigen Generationen einen persönlichen Zugang zur Geschichte ermöglichen«, wie der stellvertretende Direktor des Museums, Joseph Hoppe, am Dienstag in Berlin erklärte. Die Testphase der Software durch Schulklassen läuft bis zu den Sommerferien.

lebensgeschichte Das Programm »Dimensions in Testimony« wird in Kooperation mit der Schoa-Stiftung der University of Southern California (USC) und mit Unterstützung der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« (EVZ) durchgeführt. Bis heute haben weltweit 22 Überlebende der Schoa am Programm teilgenommen.

Für die Aufzeichnung des Interviews beantwortete Lasker-Wallfisch rund 1000 Fragen zu ihrer Lebensgeschichte. So entstand eine Datenbank aus Antworten, die durch mündlich gestellte Fragen der Nutzer abgerufen werden können.

Anita Lasker-Wallfisch war Cellistin im Orchester von Auschwitz und später Mitbegründerin des English Chamber Orchestra. Am Internationalen Holocaust-Gedenktag 2018 sprach sie vor dem Bundestag.  kna

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