Berlin

»Nurit ist jede Frau«

Schauspielerin Rona-Lee Shimon Foto: Marco Limberg

Berlin

»Nurit ist jede Frau«

Rona-Lee Shimon zu Gast bei Keren Hayesod

von Katrin Richter  20.07.2023 14:39 Uhr

»Ah, Fauda« – das sind oft die ersten Wörter, die Rona-Lee Shimon hört, wenn sie auf der Straße von Fans der israelischen Erfolgsserie erkannt wird. Die einen mögen an ihre Kampftechniken als Undercover-Agentin Nurit denken, andere bewegt die Frage aller Fragen: Wird es eine fünfte Staffel geben?

Zu Letzterem konnte Shimon am Donnerstagabend vergangener Woche bei einem Event der israelischen Spendenorganisation Keren Hayesod (KH) zwar erwartungsgemäß nichts sagen, aber sie erzählte den 30 jungen Gästen viel über die Stimmung am Set, über die Begegnung mit »der ersten Nurit«, der Undercover-Agentin Shir Peled, und die Bedeutung Israels für die Diaspora.

Fauda stand allerdings nicht ausschließlich im Mittelpunkt des Abends. Rafi Heumann, Repräsentant von Keren Hayesod, war es vor allem wichtig, die jüngere Generation mit Israel zu verbinden. »Wir wollen den ›israelischen vibe‹ nach Deutschland bringen.« Dabei helfe Kultur.

gleichberechtigung Das weiß auch Dana Alpern, Rechtsanwältin, mit Keren Hayesod schon durch ihre Großeltern vertraut, sozial engagiert und – natürlich – Fauda-Fan. Sie finde es super, »dass in Fauda eine so starke Frau mit dabei ist, die gleichberechtigt zu den anderen Männern in der Einheit dargestellt wird«.

Bevor Rona-Lee Shimon allerdings mehr über die Entwicklung der Figur Nurit erzählte, stellte Alpern das KH-Projekt »Fund for Victims of Terror« vor, das Kindern hilft, die aufgrund von Terrorattacken an posttraumatischen Belastungsstörungen leiden. In speziell darauf ausgerichteten Summer Camps lernten Kinder, »Resilienz aufzubauen und Traumata zu überwinden«.

»Sowohl die Projekte von Keren Hayesod als auch Fauda ermöglichen Einblicke in die israelische Gesellschaft, ohne diese zu politisieren«, fasst Karine Rübner den Abend zusammen. Als Israelin, die schon immer in Europa gelebt habe, werde sie oft auf Israel angesprochen: »Israel macht neugierig, spaltet, interessiert«, betont die 34-Jährige, die noch – wie fast alle an diesem Abend – ein Foto an der Seite Rona-Lee Shimons machen lässt. Ein kurzes Gespräch, viele Fragen und noch mehr Antworten – außer auf diese eine Frage: die nach Staffel fünf. Die bleibt offen.

Meinung

LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

Ein Liebesbrief aus Enttäuschung an eine Universität, die sich selbst zu verlieren droht

 08.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 19 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

Andenken

Berlin hat jetzt einen Margot-Friedländer-Platz

Bei der Einweihungszeremonie sagt Cornelia Seibeld (CDU), die Präsidentin des Abgeordnetenhauses, die »Herzkammer der Demokratie« habe nun eine neue Adresse

 07.05.2026

Deutschland

»Die Jüdische Allgemeine gehört einfach dazu«

Seit drei Generationen ist die Jüdische Allgemeine ein Kompass für die jüdische Welt. Prominente Leserinnen und Leser erzählen, warum ihnen die Zeitung wichtig ist

 07.05.2026

Jubiläum

Starke Stimme

Vor 80 Jahren erschien die erste Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen. Mehr denn je braucht es eine präsente und selbstbewusste jüdische Zeitung in Deutschland

von Philipp Peyman Engel  07.05.2026

Programm

Urbane Ästhetik, cineastische Architektur und späte Aufklärung: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 7. Mai bis zum 14. Mai

 06.05.2026

Kino

Am Puls der Zeit

Gegen Polarisierung und Boykott: Das Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg will den Blick weiten

von Ayala Goldmann  06.05.2026

Meinung

Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden

Ein Weckruf über verfehlte Migration, ausländische Einflussnahme und das ohrenbetäubende Schweigen der »Progressiven«

von Jacques Abramowicz  05.05.2026 Aktualisiert

Unabhängigkeitstag

»Notwendig und ein Wunder«

Die IKG feierte Israels Menschen, Geschichte und Leistungen

von Luis Gruhler  05.05.2026