Maccabi München

Neue Ideen, viele Projekte

Foto: Alvaro von Lill-Rastern

Die Mitglieder des TSV Maccabi München haben ihrem Präsidenten Robby Rajber und der gesamten Führungscrew ihr uneingeschränktes Vertrauen ausgesprochen. Bei der Mitgliederversammlung im Vereinsheim an der Riemer Straße wurden alle Vorstandsmitglieder mit überwältigender Mehrheit in ihren Ämtern bestätigt und stehen damit auch in den nächsten drei Jahren an der Spitze des jüdischen Vereins.

Die Bilanz in der zurückliegenden Amtszeit kann sich sehen lassen. Neben der Teilnahme der Münchner Sportler an den European Maccabi Games 2015 in Berlin und der Makkabiade 2016 in Duisburg glänzte der Verein auch außerhalb der rein sportlichen Ebene durch eine Vielzahl von Aktivitäten.

Einsatz Ein besonders glanzvolles Ereignis, das im IKG-Gemeindezentrum im wahrsten Sinn des Wortes über die Bühne ging, war die 50-Jahr-Feier des Vereins, an die sich alle noch gern erinnern. Der erfreuliche aktuelle Stand des Vereins, die Entwicklungen und die Erfolge sind den Worten des Präsidenten zufolge auf den engagierten Einsatz aller Trainer, Betreuer, Mitarbeiter und der Vereinsmitglieder insgesamt zurückzuführen. »Euch allen«, so Rajber, »ist es zu verdanken, dass der TSV Maccabi nach innen und außen so exzellent dasteht.«

Sein Bericht machte auch deutlich, welches Mammutprogramm in der vergangenen Amtszeit mit hohem finanziellen Aufwand zu stemmen war: 450.000 Euro für den Bau der Jony-Halle, 120.000 Euro für den neuen Parkplatz, 45.000 Euro für den Basketballplatz, 45.000 für die Sicherheit. Rajber wies allerdings auch auf den Rückgang der Spenden hin, der künftige Investitionen nicht einfacher macht. Er präsentierte mehrere Ideen, wie neues Kapital generiert werden könnte: Patenschaften der Trainer, Bandenwerbung, Sponsoring einer weiteren Rasenfläche.

Sport-Kita Auch die Ziele sind bereits definiert. Ein neuer Spielplatz soll entstehen, eine weitere Rasenfläche hinter der Jony-Halle soll ausgebaut, ein Fertighaus für den Hausmeister errichtet werden. Anstelle des Vereinsheims, das abgerissen werden soll, ist ein Neubau mit einer Sport-Kita und einem Vereinsrestaurant geplant. Der Bau eines Kunstrasenplatzes auf dem Messeparkplatz ist ein weiteres Anliegen sowie die Suche nach Kooperationspartnern zum weiteren Ausbau der Anlage.

Die Maccabi-Führungsmannschaft bilden Präsident Robby Rajber, Finanzvorstand Nathalie Scher-Kahn, Verwaltungsvorstand Sergej Polisski, Sportvorstand Armand Presser, Jugendvorstand Patrick Guttmann. In den Vorstand hineingewählt wurden Sergej Rakovski und Benjamin Meiteles. Das Ehrengericht besteht aus Harry Habermann, Natan Grossmann und Marcel Bruck, die Revisoren sind Amir Borenstein und Gregory Schmerz.

Rothenburg

Unter dem Pflaster

Als im vergangenen Sommer bei Grabungsarbeiten die Fundamente einer Synagoge entdeckt wurden, war das eine Sensation. Messungen zeigen nun: Sie war eine der großen

von Marc Peschke  23.03.2026

Kulturprogramm

Von Spezialitäten und Zumutungen

Der Schriftsteller Dmitrij Kapitelman las im Jüdischen Gemeindezentrum aus seinem jüngsten Buch

von Nora Niemann  23.03.2026

Neukölln

Rechts und links der Sonnenallee

Ein Stadtspaziergang führt auf jüdischen Spuren durch den ehemaligen Arbeiterbezirk

von Pascal Beck  23.03.2026

Schule

Vernetzt für die Zukunft jüdischer Bildung

Direktoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz treffen sich in München zum Austausch

von Esther Martel  22.03.2026

Porträt der Woche

Sprache als Zuhause

Michal Zamir betreibt eine hebräische Privatbibliothek und einen literarischen Salon

von Alicia Rust  22.03.2026

Flora

Sehnsucht nach Kirschblüten

Neben einigen Synagogen gibt es Gärten, um die sich Gemeindemitglieder kümmern. Sie ernten Äpfel, grillen oder feiern im Grünen. Ein Streifzug zum Frühlingsanfang

von Christine Schmitt  21.03.2026

Geburtstag

Holocaust-Überlebender Abba Naor wird 98

Der Zeitzeuge, dessen Mutter und Bruder in Auschwitz ermordet wurden, kämpfte in Israels Unabhängigkeitskrieg und war später Mossad-Agent

 20.03.2026

Eröffnung

Ausstellung in Osnabrück beleuchtet Antisemitismus

2026 jährt sich das Ende der ersten jüdischen Gemeinde in Osnabrück zum 600. Mal. Mit einer Ausstellung erinnert das Museumsquartier an diese frühe Phase jüdischer Geschichte. Auch die Wurzeln des Antisemitismus werden sichtbar

 19.03.2026

Musik

»Die Verbundenheit zwischen Juden und Iranern zeigen«

Alexey Kochetkov und Kioomars Musayyebi haben ein Konzert mit jüdischer-persischer Musik gegeben. Ein Gespräch über Santur-Klänge, Politik und eine besondere Freundschaft

von Katrin Richter  19.03.2026