Berlin

Mit Kippa im Park

Am Wochenende: Chaja Boebel (r.) verteilt Kippot an Passanten. Foto: dpa

Bei der Aktion »Kopf hoch« sind am Wochenende mehrere Tausend Kippot an Menschen in Berlin verteilt worden. Dazu aufgerufen hatten jüdische und nichtjüdische Bürger.

Die Aktion fand in mehreren Parkanlagen in Berlin-Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Treptow statt, darunter der Volkspark Friedrichshain, der Weinbergspark, der Monbijoupark, der Mauerpark und der Treptower Park. Zum Abschluss trafen sich die Aktivistinnen und Aktivisten im Lustgarten zu einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch.

antisemitismus Mit ihrer Aktion wollten die Organisatoren am Sonntag mit Menschen über Religion, Glauben und Antisemitismus ins Gespräch kommen. Sie habe viele Leute angesprochen, oft hätten diese aber gleichgültig oder ablehnend reagiert, sagte Aktivistin Chaja Boebel der »Berliner Morgenpost«. Die wenigsten hätten sich aber konkret äußern wollen

Anlass der Kippa-Aktionen war unter anderem ein Angriff auf einen Israeli mit Kippa in Berlin-Prenzlauer Berg. Am vergangenen Mittwoch hatten sich Tausende Menschen solidarisch mit Juden in Deutschland gezeigt. Unter dem Motto »Berlin trägt Kippa« trugen in Berlin, Erfurt, Potsdam, Magdeburg und Köln Demonstranten eine Kippa, die traditionelle jüdische Kopfbedeckung. ag

Uckermark

Stille Weite

Alex Stolze ist Musiker und hat sich in einem Dorf unweit der deutsch-polnischen Grenze einen jüdischen Ort in Brandenburg geschaffen

von Katrin Richter  18.01.2026

Berlin

»Meine Überraschung war die Rosenblütenkonfitüre«

Laurel Kratochvila backt Challa, Rugelach und Bagels. Nun hat sie ein Buch über polnische Backkunst geschrieben, das die »New York Times« prämiert hat. Eine Reise in die Familiengeschichte und an den Straßenrand

von Katrin Richter  18.01.2026

Grunewald

Friedhof Heerstraße braucht mehr Platz

Die Gemeinde hofft auf die lang erwartete Erweiterung. 1200 neue Grabstellen sind geplant

von Christine Schmitt  18.01.2026

Porträt der Woche

Action als Lebenselixier

Ruth Frenk ist Gesangspädagogin, lebt am Bodensee und fand im Alter die große Liebe

von Matthias Messmer  18.01.2026

Gelnhausen

»Stopp! So geht das nicht!«

Die Stadt wollte das Rabbinerhaus aus dem 16. Jahrhundert verkaufen. Ein Förderverein schritt ein und entwickelt nun ein Konzept als »Ort des Dialogs«

von Eugen El  18.01.2026

Dessau-Roßlau

Buch zur jüdischen Geschichte Anhalts vorgestellt

Ein neues Buch informiert über jüdische Orte in Anhalt und soll zum Besuch anregen

 16.01.2026

Weimar

Trauer um Raymond Renaud

Der französische Überlebende des NS-Konzentrationslagers Buchenwald wurde 102 Jahre alt

 15.01.2026

Antisemitismus

Schriftstellerin Funk lebt lieber in Tel Aviv

Künstlerinnen und Künstler aus Israel klagen seit Langem über Schwierigkeiten in Deutschland

 15.01.2026

Hamburg

Espresso für die Seele

Der Jugendkongress der ZWST und des Zentralrats ist für viele das Highlight des Jahres. Hier findet eine Generation, die gestalten möchte, Impulse, Gespräche und Resilienz

von Eugen El  15.01.2026