Berlin

Mesusa geschändet

Berlin

Mesusa geschändet

Hakenkreuzschmiererei am Eingang zum Gebäude der Synagoge Passauer Straße

 02.10.2020 09:41 Uhr

Die Mesusa am Eingang des Gebäudes der Synagoge Tiferet Israel Berlin in der Passauer Straße in Berlin ist geschändet worden. Das berichtete der Antisemitismusbeauftragte der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Sigmount A. Königsberg, am Donnerstagabend.

Rabbiner Reuven Yaacobov hat abends gegen 18 Uhr bemerkt, dass die Mesusa am Eingang zum Gebäude der Synagoge aufgebrochen und das innenliegende Pergament mit einem Hakenkreuz geschändet worden ist.

staatsschutz Die antisemitische Tat soll zwischen Rosch Haschana und Jom Kippur begangen worden sein. Die Polizei bestätigt den Vorfall, der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen.

Rabbiner Yaacobov sagte unserer Zeitung, er sei entsetzt über die Tat, doch werde man sich nicht einschüchtern lassen: »Wir lassen uns davon nicht beirren. Wir Juden sind hier, wir bleiben hier. Wir konzentrieren uns nicht auf das Negative, wir wollen noch mehr Positives verbreiten.« Er kündigte an, bald eine neue Mesusa anzubringen. »Und die wird noch schöner und größer als die bisherige.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Außenminister Heiko Maas twitterte: »Es tut einfach weh, so etwas Widerwärtiges zu sehen. Dieses Verbrechen muss schnell aufgeklärt und die Verantwortlichen bestraft werden! Wir stehen eng und voller Mitgefühl an der Seite unserer jüdischen Freundinnen und Freunde.«

Israels Botschafter Jeremy Issacharoff schrieb in einem Tweet: »Dieser abscheuliche und zutiefst beleidigende Akt der Schändung muss sofort untersucht & die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Es darf keine Toleranz für solch schändliche Taten geben, die letztlich zu physischen Übergriffen & Gewalt führen können.« ja

Jerusalem

Klöckner rät Israel von Einführung der Todesstrafe ab

Die Bundestagspräsidentin betont vor Journalisten Israels Recht auf Selbstverteidigung gegen den Hamas-Terror. Sie spricht aber auch heikle Themen an

 11.02.2026

Interreligiöser Dialog

Oberrabbiner gibt Co-Vorsitz in jüdisch-muslimischem Gremium auf

Seit 2016 setzt sich der Muslim Jewish Leadership Council für den Dialog zwischen beiden Religionen ein. Hintergrund des Rücktritts von Oberrabbiner Goldschmidt soll Enttäuschung über seinen muslimischen Kollegen sein

von Christoph Schmidt  11.02.2026

Kommentar

 »Nie wieder!« ist eine grenzüberschreitende Daueraufgabe

Die Antisemitismus-Konferenz in St. Gallen macht klar: Judenhass macht vor Grenzen nicht halt und muss entsprechend bekämpft werden

von Jonathan Kreutner  11.02.2026

Washington D.C.

US-Regierung erwägt Beschlagnahmung iranischer Öltanker

Das Vorhaben gilt als Teil einer verschärften Sanktionsstrategie, mit der die Vereinigten Staaten Irans wichtigste Einnahmequelle ins Visier nehmen

 11.02.2026

Übersicht

Von Adel bis Politik: Das »Who is Who?« der Epstein-Akten

Der US-Multimillionär und Pädokriminelle Jeffrey Epstein verkehrte in höchsten Kreisen. Die nun veröffentlichten Akten bringen viele in Bedrängnis - dabei hatte nicht jeder direkt mit Epstein zu tun

 11.02.2026

Diplomatie

Felix Klein soll Botschafterposten bekommen

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung wird nach Informationen von »Table.Briefings« im Sommer die Leitung der Vertretung der Bundesrepublik bei der OECD in Paris übernehmen

 11.02.2026

Meinung

Sprachrohr der Hamas, Maulheldin der Vereinten Nationen

Wieder einmal macht Francesca Albanese mit ungeheuerlichen Äußerungen von sich reden. Doch Europas Politiker bleiben seltsam still

von Michael Thaidigsmann  11.02.2026

Nahost

Netanjahu mit Iran-Agenda in Washington – Gaza bleibt Streitpunkt

Der israelische Ministerpräsident will dem US-Präsidenten darlegen, welche Bedingungen aus seiner Sicht für ein Abkommen unverzichtbar sind, um Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten zu gewährleisten.

 11.02.2026

Paris

13-jähriger Jude mit Messer bedroht und beraubt

Die jugendlichen Angreifer beschimpften das Opfer als »schmutziger Jude« und sollen ihm ein Messer an die Kehle gehalten haben

 11.02.2026