Berlin

Mehr Bildung und Wissen

Zur Bildungsoffensive gehört auch ein Leadership-Programm für junge jüdische Nachwuchskräfte. Foto: Thinkstock

Jüdisches Leben, Politik und Gesellschaft – das sind Schwerpunkte einer neuen Bildungsoffensive, die der Zentralrat der Juden in Deutschland in der kommenden Woche startet. Die Auftaktveranstaltung, bei der die Grundlage für eine künftige Jüdische Akademie gelegt wird, ist am Donnerstag geplant. Dabei wird Zentralratspräsident Dieter Graumann mit Vertretern von Gemeinden und Organisationen über die Grundlagen und Anforderungen der Akademie sprechen.

»Ich möchte den Zentralrat als das jüdische Kompetenzzentrum in Deutschland positionieren«, sagte Graumann. »Wir wollen mehr Bildung und Wissen vermitteln. Das ist mir ein Herzensanliegen.«

Themen
In kulturellen Veranstaltungen sowie Seminarreihen sollen Themen zur jüdischen Vielfalt und Identität, zum Verhältnis zu Israel und dem heutigen Umgang mit dem Holocaust behandelt werden. Zudem ist ein Leadership-Programm für junge jüdische Nachwuchskräfte geplant.

Das Programm wird von einer neuen Bildungsabteilung betreut, die Grundlage der Akademie sein soll. Sie wird in Berlin-Mitte untergebracht. Veranstaltungen sollen sowohl dort als auch in den Gemeinden selbst stattfinden. Wissenschaftlicher Direktor des neuen Programms ist der Sozial- und Erziehungswissenschaftler Doron Kiesel, Professor für interkulturelle und internationale Pädagogik an der Fachhochschule Erfurt. Abteilungsleiterin wird die bisher als Kommunikations- und Konflikttrainerin tätige Sabena Donath. ja

Hessen

Brandanschlag auf Gießener Synagoge: Was bislang bekannt ist

Ein 32-jähriger Mann hat am Dienstag vor der Beith-Jaakov-Synagoge einen Papiercontainer in Brand gesetzt und den Hitlergruß gezeigt. Die Jüdische Gemeinde zu Gießen vermutet einen antisemitischen Hintergrund

von Michael Thaidigsmann  14.01.2026

Thüringen

Juden fordern klare Haltung zu Iran-Protesten

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde in Thüringen, Reinhard Schramm, zeigt sich solidarisch mit den Demonstranten im Iran und wirbt für deren Unterstützung

 14.01.2026

Programm

Lesung, Führung, Erinnerung: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 15. Januar bis zum 22. Januar

 14.01.2026

Berlin

»Wie es wirklich war«: Schoa-Überlebende als Hologramme  

Wie es mit dem Erinnern an die NS-Verbrechen weitergeht, wenn diejenigen, die aus erster Hand berichten können, nicht mehr da sind, wird bei einer Konferenz in Berlin erörtert

von Leticia Witte  14.01.2026

Ignatz-Bubis-Preis

»Den Menschen und dem Leben zugewandt«

Salomon Korn hat die Auszeichnung der Stadt Frankfurt am Main erhalten. Wir dokumentieren hier die Laudatio seines langjährigen Weggefährten Dieter Graumann

von Dieter Graumann  13.01.2026

ZWST

»Wir müssen wütender werden«

Ricarda Theiss, Leiterin des Fachbereichs Frauen, über die Praxis Sozialer Arbeit, Alltagserleben und patriarchalische Machtverhältnisse

von Katrin Richter  13.01.2026

Erinnerungskultur

Bund fördert Projekte zu NS-Zeit und deutscher Teilung

Der Bund fördert in den kommenden Jahren neue Projekte in Gedenkstätten

 13.01.2026

Auszeichnung

Vier Deutsche mit Obermayer Awards ausgezeichnet

Seit dem Jahr 2000 verleiht die amerikanische Obermayer-Stiftung jährlich einen Geschichtspreis an Heimatforscher und Gedenk- und Aufarbeitungsprojekte in Deutschland. In diesem Jahr werden vier Personen und eine Initiative geehrt

 13.01.2026

Bergen-Belsen

Bahn-Neubau: KZ-Gedenkstätte mahnt Abstand zu Gedenkort an

Die Bahn will voraussichtlich mit einem Neubau die Strecke zwischen Hamburg und Hannover ertüchtigen. An den Plänen gibt es auch Kritik. Die KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen sieht einen historischen Erinnerungsort in Gefahr

von Karen Miether  13.01.2026