Wien

Käthe Sasso gestorben

Käthe Sasso (1926 - 2024) Foto: picture alliance

Mit Käthe Sasso ist im Alter von 98 Jahren eine der letzten Überlebenden aus der Zeit des österreichischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus in der Nacht zum Montag gestorben. Dies teilte die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures in Wien mit. Österreich habe eine »Freiheitskämpferin und Patriotin« verloren und sie selbst eine liebe Freundin, zeigte sich Bures betroffen.

Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) betonte, Sassos Weisheit und Stärke hätten sie tief beeindruckt. Der Chef der sozialdemokratischen SPÖ, Andreas Babler, würdigte Sasso als eine Unbeugsame, die den Opfern des Nationalsozialismus eine Stimme gegeben habe.

Als 15-jähriges Mädchen habe Käthe Sasso sehr viel Mut bewiesen und sei in den Widerstand gegangen, würdigte Christian Rapp, wissenschaftlicher Leiter im Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich, die Verstorbene. Ehe sie 1944 ins Konzentrationslager Ravensbrück deportiert wurde, war Sasso in Gestapo-Gefängnissen in Wien inhaftiert. Dabei wurde sie Zeugin und Leidtragende einer gnadenlosen NS-Justiz, die allein in Österreich an die 1200 Menschen mit dem Fallbeil hinrichten ließ.

In der Nachkriegszeit setzte sich Sasso für die Errichtung einer Gedenkstätte für die ermordeten Widerstandskämpferinnen und -kämpfer ein. Als Zeitzeugin habe sie über Jahrzehnte hinweg Tausenden jungen Menschen vom Grauen des Nationalsozialismus berichtet, so Bures. dpa

Frankfurt am Main

Salomon Korn wird mit Ignatz-Bubis-Preis ausgezeichnet

Salomon Korn erhält den Ignatz-Bubis-Preis. Die Auszeichnung wird am Montag in der Frankfurter Paulskirche überreicht

 07.01.2026

In eigener Sache

Die Jüdische Allgemeine erhält den »Tacheles-Preis«

WerteInitiative: Die Zeitung steht für Klartext, ordnet ein, widerspricht und ist eine Quelle der Inspiration und des Mutes für die jüdische Gemeinschaft

 07.01.2026 Aktualisiert

Programm

Kicken, Karneval, König Salomo: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 8. Januar bis zum 14. Januar

 07.01.2026

Berlin

Blackout im Südwesten

Kalte Wohnungen, kein Licht – so bewältigten Familien den Anschlag auf das Stromnetz der Stadt

von Christine Schmitt  07.01.2026 Aktualisiert

Dresden

Neue Ausstellung zu jüdischer Exilgeschichte

Unter dem Titel »Transit - Bilder aus dem Exil« sind ab dem 9. Januar Werke der argentinischen Künstlerin Monica Laura Weiss zu sehen

 06.01.2026

Berlin

Anklage: Wegen Davidstern Messer gezogen

In Berlin hat im vergangenen Juni ein 29-Jähriger aus mutmaßlich antisemitischen Motiven einen 60-Jährigen mit einem Messer bedroht. Jetzt wurde Anklage erhoben

 06.01.2026

Frankfurt am Main

Jüdische Akademie eröffnet 2026

Das intellektuelle jüdische Leben erhält einen neuen Mittelpunkt. Die neue Bildungseinrichtung ist die erste dieser Art in der Bundesrepublik

 05.01.2026

Frankfurt

18-mal Familie

In einer Ausstellung des Jüdischen Museums rekonstruiert die Künstlerin Ruthe Zuntz die 500-jährige Geschichte ihrer Vorfahren

von Leon Stork  04.01.2026

Rezension

Das neue Zuhause ist in Gefahr

Israelis in Berlin berichten über ihre persönlichen Erfahrungen nach dem 7. Oktober

von Geneviève Hesse  04.01.2026