Eintracht Frankfurt

Israelischer Nationalspieler verpflichtet

Taleb Tawatha (r.), Abwehrspieler von Maccabi Haifa, wechselt zum Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt. Foto: Flash 90

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat den israelischen Nationalspieler Taleb Tawatha verpflichtet. Der 24-jährige Abwehrspieler von Maccabi Haifa unterschrieb am Dienstag in Frankfurt einen Dreijahresvertrag.

Nach Auskunft von Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner soll der Israeli die Viererkette des Bundesligisten verstärken und auch Akzente im Angriff setzen. »Seine Stärken liegen sicherlich in Dynamik, Zweikampfstärke und im ständigen Einschalten ins Offensivspiel«, so Hübner. Eintrachts Trainer Niko Kovac beschrieb den neuen Spieler als »extrem schnell mit Zug zum Tor und sehr guten Flanken«.

Freude Taleb Tawatha, der neben der israelischen auch die sudanesische Staatsangehörigkeit besitzt, sagte zu seinem Wechsel: »Ich habe schon einiges über das Team und den Klub gehört und freue mich sehr auf meine neue Aufgabe. Ich bin sehr gespannt auf die Stadt und die Spiele mit meiner neuen Mannschaft. Eintracht Frankfurt ist ein großer Verein.«

Tawatha wurde 1992 in Dschisr az-Zarqa nahe Haifa geboren. In rund 150 Einsätzen für Maccabi Haifa in der israelischen Liga erzielte er fünf Tore. Im europäischen Wettbewerb kam er bislang auf 24 Einsätze in Champions- und Europa-League. 2011 wurde er erstmals als Abwehrspieler in die israelische Nationalmannschaft berufen.

Eintracht Frankfurt ist in der vergangenen Bundesliga-Saison nur knapp dem Abstieg in die zweite Liga entronnen und versucht, sich unter anderem mit Taleb Tawatha auf mehreren Positionen neu aufzustellen und zu verstärken.

München

Ein lebendiger Ort der Begegnung

Das neue Familienzentrum lud in der Reichenbachstraße zu einem »gemein(de)samen« Nachmittag ein

von Esther Martel  20.01.2026

Würdigung

Oldenburgerin Elke Heger erhält den Albrecht Weinberg-Preis

Die Oldenburger Pädagogin Elke Heger erhält für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Gemeinschaft zwischen Juden und Christen den Albrecht Weinberg-Preis. Zur Verleihung wird der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies erwartet

 20.01.2026

Essen

»Holo-Voices«: Zeitzeugen des Holocausts sollen für immer sprechen

Auf der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen startet ein Medienprojekt, das Zeugen des Holocausts mit Besuchern in einen Dialog bringt. »Holo-Voices« soll Zeitzeugen »eine Stimme für die Ewigkeit« geben

 20.01.2026

Gedenktag

Weltweit noch 196.600 jüdische Holocaust-Überlebende

Am 27. Januar wird an die Befreiung des KZ Auschwitz vor 81 Jahren erinnert. Dort und an vielen anderen Orten ermordeten die Nationalsozialisten Millionen Juden. Noch können Überlebende von dem Grauen berichten

 20.01.2026

Interview

»Man tut sich mit den toten Juden leichter als mit den lebenden«

Die Münchnerin Eva Umlauf ist Präsidentin des Internationalen Auschwitz-Komitees. Auf eine bestimmte Art des Gedenkens an die Opfer der Schoa schaut sie kritisch – und sagt, was sie sich wünscht

von Leticia Witte  20.01.2026

Warnung

Holocaust-Überlebende besorgt um Zukunft der Demokratie

Sieben Holocaust-Überlebende berichten in dem Buch »Nach der Nacht«, welche politischen Entwicklungen ihnen Sorge bereiten

 19.01.2026

Interview

»Die Kita wird für alle offen sein«

Yevgeny Kutikov, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Potsdam, über die erste jüdische Kita in Brandenburg.

von Christine Schmitt  19.01.2026

Dachau

2025 mehr als eine Million Besucher in KZ-Gedenkstätte

Erstmals wurden in der KZ-Gedenkstätte Dachau ein ganzes Jahr lang Besucher gezählt. 2025 waren es mehr als eine Million. Im kommenden Frühjahr will man deren Profil genauer untersuchen

 19.01.2026

Köln

Jüdischer Karnevalsverein antisemitisch angefeindet

»Es ist das bisher Heftigste, was uns passiert ist«, sagt der Präsident des jüdischen Karnevalsvereins »Kölsche Kippa Köpp«. Den Mut verliert Aaron Knappstein aber nicht

von Leticia Witte  19.01.2026