Berlin

Im Namen der Namen

Unterstützer des Yad-Vashem-Projekts: Ex-Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch und Bundespräsident Christian Wulff Foto: Gregor Zielke

Mehrere Hundert Zuhörer haben am Montag das Konzert des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt/Oder in der Synagoge Rykestraße in Berlin-Mitte verfolgt. Der Verein »Freundeskreis Yad Vashem in Deutschland« hatte zu dieser Benefizveranstaltung eingeladen. Zu den prominenten Gästen des Abends gehörten unter anderem Bundespräsident Christian Wulff, Yad-Vashem-Direktor Avner Shalev, Israels Botschafter Yoram Ben-Zeev, Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse, die ehemalige Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch, Berlins Gemeindevorsitzende Lala Süsskind und Filmproduzent Artur Brauner.

Der Erlös des Konzertes ist für die Finanzierung des Projektes »Jeder Mensch hat einen Namen« bestimmt. Es sei wichtig, den Opfern zumindest einen Teil ihrer Identität wiederzugeben, sagte die Vorsitzende des Freundeskreises, Hildegard Müller, in ihrem Grußwort. Bei dieser wichtigen Aufgabe müsse die Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem weiter unterstützt werden.

Auf dem Programm des Abends standen Werke von Antonio Vivaldi und Salomone Rossi, gespielt unter Leitung der Geigensolistin Julia Schröder. Zu Beginn las Schauspielerin Deborah Kaufmann aus dem von Walter Zvi Bacharach herausgegebenen Buch »Dies sind meine letzten Worte«.

Ehrung

Ein pflichtbewusster Optimist

Fritz Neuland war einer der Wiederbegründer und später Präsident der Münchner Kultusgemeinde. Nun ist eine Straße nach ihm benannt

von Esther Martel  16.03.2026

Auftakt

Schutzversprechen für die jüdische Gemeinschaft

Im Alten Rathaus am Marienplatz begann die Münchner »Woche der Brüderlichkeit« 2026

 16.03.2026

Dresden

Stimme der Aufklärung

Die 90-jährige Schoa-Überlebende Renate Aris erhält für ihr Engagement als Zeitzeugin das Bundesverdienstkreuz

 15.03.2026

Berlin

Signale am Gleis 17

Aktivisten möchten aus dem ehemaligen Bahnwärterhaus eine Info-Werkstatt zur Schoa machen

von Christine Schmitt  15.03.2026

Porträt

Im Einsatz für andere

Jutta Josepovici arbeitete für die ZWST und die Frankfurter Jüdische Gemeinde

von Eugen El  15.03.2026

Leipzig

In sichere Hände

Die Israelitische Religionsgemeinde bekommt eine hebräische Bibel von 1906 geschenkt

von Thyra Veyder-Malberg  14.03.2026

Tel Aviv

Irgendwie Alltag – bis zum Alarm

Eigentlich wollte Jacob Horowitz nur den Halbmarathon in Tel Aviv laufen. Doch dann begann der Krieg mit dem Iran. Wie sich die vergangenen Wochen zwischen Purim, Schutzraum und verschobener Evakuierung anfühlen, das hat er für uns aufgeschrieben

von Jacob Horowitz  12.03.2026

Sport

Vereint am Ball

Jüdische Hobby-Fußballer feiern ihre Gemeinschaft – und möchten in schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen

von Christine Schmitt  12.03.2026

Berlin

Interaktives Projekt zur jüdischen Geschichte des Scheunenviertels

Im Scheunenviertel in Berlin-Mitte gibt es seit Mittwoch zehn Straßenmarkierungen auf Jiddisch, Deutsch und Englisch. Über ein interaktives Erinnerungsprojekt wird so an die jüdische Geschichte der Spandauer Vorstadt erinnert

von Markus Geiler  11.03.2026