Berlin

Hilfe für die Betroffenen

Marina Chernivsky, die Leiterin des »Kompetenzzentrums für Prävention und Empowerment« der ZWST Foto: Rolf Walter

Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) wird am 1. Juli in Berlin eine Beratungsstelle für Opfer von Diskriminierung und antisemitischer Gewalt eröffnen. Träger sei das 2015 mit Mitteln des Bundesprogramms »Demokratie leben!« gegründete »Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment« der ZWST, sagte dessen Leiterin Marina Chernivsky am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Frankfurt am Main. Anstoß sei die steigende Zahl von Fällen antisemitischer Gewalt.

kompetenzzentrum Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS) habe im vergangenen Jahr auf ihrer Online-Meldestelle 470 Fälle von antisemitischer Gewalt gesammelt, erläuterte Chernivsky. Die meisten lägen unter der strafrechtlichen Schwelle und seien erst durch die Meldestelle sichtbar gemacht worden. Das Kompetenzzentrum mit sieben Mitarbeitern erarbeite Präventionsprogramme und biete Weiterbildungen für Lehrkräfte, Sozialarbeiter, Polizisten und Funktionsträger jüdischer Gemeinden an. Mit der Beratungsstelle solle nun auch einzelnen Betroffenen geholfen werden.

Daneben werde die neue Einrichtung Fachangebote für Bildungseinrichtungen machen und bestehende Beratungsstellen unterstützen. Die zusätzliche Personalstelle wird nach Chernivskys Angaben ebenfalls durch das Bundesprogramm »Demokratie leben!« finanziert. Darüber hinaus wolle der Träger ein freiberufliches Unterstützerteam mit Juristen, Psychologen und eventuell Therapeuten bilden. epd

Berlin

Abbruch nach Antisemitismus bei Makkabi-Spiel

Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts der antisemitischen Volksverhetzung und Beleidigung

 20.04.2026

Essay

Darf es mir gut gehen …?

Die Welt brennt an allen Ecken und Enden. Unsere Autorin Barbara Bišický-Ehrlich plädiert für die Hoffnung als Lebensprinzip in dunklen Zeiten

von Barbara Bišický-Ehrlich  20.04.2026

Porträt der Woche

Der Klang eines neuen Lebens

Hannah Katz stammt aus Boston und fühlt sich, auch wegen der Musik, in Berlin zu Hause

von Alicia Rust  19.04.2026

Gedenken

Das Buch der Erinnerung

Zu Jom Haschoa las Ilan Birnbaum aus den Schilderungen seines Vaters

von Luis Gruhler  19.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026

Gedenken

Chemnitz erhält 19 weitere Stolpersteine

Die Stolpersteinverlegung beginnt am Mittwoch, 6. Mai

 17.04.2026

»Paul-Spiegel-Filmfestival«

Sieben gute Filme

In Düsseldorf beginnen das Festival unter dem Motto »Jüdische Welten« mit einem besonderen Gast vor jedem Film

 16.04.2026

Hochschule

»Spaltung statt Austausch«

Das Studierendenparlament der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf fordert den akademischen Boykott Israels. Der jüdische Student Michael Ilyaev erklärt, warum er das für falsch hält

von Joshua Schultheis  15.04.2026

Programm

Hawdala, ein rotes Sofa und das Geheimnis der Königin: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 16. April bis zum 23. April

 15.04.2026