Berlin

»Für euer menschliches Engagement«

Margot Friedländer besucht seit mehr als zehn Jahren Schülerinnen und Schüler, um ihre Geschichte zu erzählen Foto: picture alliance/dpa

Berlin

»Für euer menschliches Engagement«

Fünf Geschichtsprojekte von Schülern und Auszubildenden sind mit dem Margot-Friedländer-Preis ausgezeichnet worden

 29.11.2022 09:07 Uhr

Fünf Geschichtsprojekte von Schülern und Auszubildenden sind am Montag mit dem Margot-Friedländer-Preis der Schwarzkopf Stiftung Junges Europa ausgezeichnet worden.

Überreicht wurden die Preise in Berlin bei einer Festveranstaltung von der 101-jährigen Holocaust-Überlebenden und Namensgeberin der Auszeichnung, Margot Friedländer. Die Laudatio für die Preisträger aus Bamberg, Kiel, Illingen (Baden-Württemberg), Höchst im Odenwald (Hessen) und dem nordrhein-westfälischem Waldbröl hielt Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD).

auszeichnungen Ausgezeichnet wurden die Projekte »Eine Klasse viele Schicksale« des Franz-Ludwig-Gymnasiums Bamberg und »Begegnungen mit jüdischem Leben in Kiel« des Regionalen Berufsbildungszentrums (RBZ) Wirtschaft in Kiel. Ein weiterer Preis ging an das Unterrichtsprojekt der Kerpenschule Illingen »Von Rukeli Trollmann über Arnold Fortuin zu uns« über Sinti in der baden-württembergischen Stadt. Weitere Auszeichnungen erhielten die Ernst-Göbel-Schule in Höchst für das Projekt »Jüdisches Leben in Höchst im Odenwald« und die Gesamtschule Waldbröl für das Unterrichtsprojekt »Von Mäusen und Katzen - Antisemitismus in und um Waldbröl«.

Der Preis sei eine Anerkennung »für euer menschliches Engagement«, sagte Friedländer bei der Übergabe und appellierte: »Sagt eure Meinung! Seid wachsam!«

Die 1921 in Berlin geborene Margot Friedländer lebte während der Nazizeit im Untergrund in Berlin und überlebte das Konzentrationslager Theresienstadt. 1946 emigrierte sie nach New York und zog 2010 wieder nach Berlin zurück. Seitdem tritt sie als Zeitzeugin in Schulen auf. epd

Nordrhein-Westfalen

Landtag ehrt Sieger von »Shalom - Jüdisches Leben heute«

Mehr als 2200 junge Menschen haben mit mehr als 450 Beiträgen jüdisches Leben greifbarer gemacht

 17.06.2026

Berlin

Babka, Borschtsch und Pargiot

Zum fünften Jubiläum des Streetfood-Festivals locken 52 Stände, viele Acts und eine zusätzliche Kleinkunstbühne

von Helmut Kuhn  17.06.2026

Stuttgart

Eine Erfolgskomposition

Wie der Internationale Karl-Adler-Jugendmusikwettbewerb Werke jüdischer Komponisten lebendig hält

von Chris Meyer  17.06.2026

Frankfurt

Heimspiel für Makkabi

Nach Jahrzehnten ohne eigene Anlage eröffnet der jüdische Sportverein seinen neuen Campus

von Leon Stork  17.06.2026

Programm

Israel Day, Goldene Zwanziger und ein Kult-Hai: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 18. Juni bis zum 25. Juni

 17.06.2026

Berlin

Antisemitismus: Bundesverband Rias erfasst 8725 Vorfälle

Juden in Deutschland erleben seit Beginn des Gaza-Kriegs 2023 viel mehr Hass und Anfeindungen als zuvor. Das prägt den Alltag, stellt das Netzwerk der Informations- und Meldestellen fest

 17.06.2026 Aktualisiert

Kommentar

Der Judenhass hat Platz genommen

Die neuen RIAS-Zahlen sind alarmierend. Und sie zeigen einmal mehr eindrücklich: Antisemitismus ist kein Minderheitenproblem und ganz sicher nicht nur ein Judenproblem. Er ist ein Demokratieproblem

von Nelly Eliasberg  17.06.2026

Düsseldorf

Netz für die Zukunft

Das Karriereprogramm »Reschet« bringt junge Gemeindemitglieder und Studierende branchenübergreifend mit erfahrenen Mentoren zusammen

von Annette Kanis  16.06.2026

Jewrovision

Zehn Städte, ein Team

Jugendreferentin Viktoria Dohmen über Entfernungen, Zusammenhalt und den Erfolg von JuJuBa

von Christine Schmitt  16.06.2026