IKG München

Fotos in Ausstellung geschändet

Jüdisches Zentrum in München Foto: dpa

Unbekannte haben am Wochenende Ausstellungsfotos des Jüdischen Zentrums in München beschädigt. In die Gesichter der Porträtfotos wurden vermutlich mit Zigaretten Löcher oberhalb der Lippen im Stile eines »Hitler-Bärtchens« gebrannt, wie die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern am Montag mitteilte.

Geschändet wurden unter anderem Fotos mit hochrangigen Rabbinern, dem früheren Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) und dem Altbundespräsidenten Horst Köhler. Das zuständige Staatsschutzkommissariat ermittelt.

Schock Die Präsidentin der Kultusgemeinde, Charlotte Knobloch, ist schockiert. Die Tat sei nicht nur eine Sachbeschädigung, sondern Ausdruck übelster Menschenverachtung und Verachtung gegenüber freiheitlich-demokratischen Grundsätzen.

»Einmal mehr zeigt sich, dass Antisemitismus, Freiheitsfeindlichkeit und Geschichtsrevisionismus nach wie vor in unserer Gesellschaft präsent sind«, erklärte die frühere Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland.

Am 21. Juni hatte die Kultusgemeinde ihr 200-jähriges Bestehen und die Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg vor 70 Jahren begangen. Die Ausstellung ist Teil der Feierlichkeiten und soll vier Wochen zu sehen sein. epd

Tel Aviv

Irgendwie Alltag – bis zum Alarm

Eigentlich wollte Jacob Horowitz nur den Halbmarathon in Tel Aviv laufen. Doch dann begann der Krieg mit dem Iran. Wie sich die vergangenen Wochen zwischen Purim, Schutzraum und verschobener Evakuierung anfühlen, das hat er für uns aufgeschrieben

von Jacob Horowitz  12.03.2026

Sport

Vereint am Ball

Jüdische Hobby-Fußballer feiern ihre Gemeinschaft – und möchten in schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen

von Christine Schmitt  12.03.2026

Berlin

Interaktives Projekt zur jüdischen Geschichte des Scheunenviertels

Im Scheunenviertel in Berlin-Mitte gibt es seit Mittwoch zehn Straßenmarkierungen auf Jiddisch, Deutsch und Englisch. Über ein interaktives Erinnerungsprojekt wird so an die jüdische Geschichte der Spandauer Vorstadt erinnert

von Markus Geiler  11.03.2026

Solingen

100 Porträts jüdischer Künstlerinnen im Zentrum für verfolgte Künste

Die Ausstellung erzählt von künstlerischen Lebenswegen zwischen Krieg, Verfolgung und Neubeginn, wie das Museum ankündigte

 11.03.2026

Programm

Kakaniens Kinder, Jakobs Zelte und Israels Superfood: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 12. bis zum 19. März

 11.03.2026

Hilfe

Gestrandet in Deutschland

Viele Israelis wurden im Ausland vom Beginn des Krieges mit dem Iran überrascht. Sie finden Unterstützung bei der israelischen und jüdischen Gemeinschaft vor Ort

von Joshua Schultheis  11.03.2026

Meinung

Jüdisches Leben gehört zum Ländle

Nach der Wahl in Baden-Württemberg kann die jüdische Gemeinschaft darauf vertrauen, auch künftig einen zuverlässigen Partner in der Landesregierung zu haben. Einzig das gute Abschneiden der AfD bereitet Sorgen

von Barbara Traub  11.03.2026

Berlin-Neukölln

Wer ist dieser Mann?

Er lehrte arabische Schüler die Geschichte des Holocausts, organisierte einen Austausch mit Israelis und hielt Drohungen stand. Hudhaifa Al-Mashhadanis Geschichte faszinierte die Medien, begeisterte Politiker und schenkte ihm das Vertrauen jüdischer Organisationen. Aber ist alles daran wahr?

von Mascha Malburg  11.03.2026

Berlin

150 Rabbiner am Brandenburger Tor

Ein Fototermin setzt ein Zeichen: Rabbiner zeigen, wie jüdisches Leben heute Europa prägt. Was beim Treffen sonst noch auf dem Programm steht

 11.03.2026