Düsseldorf

»Fester Bestandteil der Kulturlandschaft«

Am Sonntag wurde das 10. Paul-Spiegel-Filmfestival eröffnet

 02.03.2015 11:05 Uhr

Bis zum 5. März sind unter der Überschrift »Jüdische Welten« Filme über jüdisches Leben zu sehen. Foto: PR

Am Sonntag wurde das 10. Paul-Spiegel-Filmfestival eröffnet

 02.03.2015 11:05 Uhr

Das diesjährige Paul-Spiegel-Filmfestival ist am Sonntag in Düsseldorf mit dem dokumentarischen Porträt Das Weiterleben der Ruth Klüger gestartet. Bei der zehnten Auflage der Veranstaltungsreihe sind bis Donnerstag in der »Black Box« im Düsseldorfer Filmmuseum und in der Jüdischen Gemeinde acht weitere internationale Beiträge zu sehen, wie die Veranstalter mitteilten. Das Festival sei mittlerweile ein fester Bestandteil der Kulturlandschaft und gewähre vielfältige Einblicke in jüdische Filmwelten.

Gezeigt werden unter anderem zwei Produktionen aus Polen: So steht am Montag der soeben mit dem Oscar prämierte Schwarz-Weiß-Film Ida von Pawel Pawlikowski auf dem Programm. Das Drama handelt von einer jungen Nonne im Polen der 1960er-Jahre, die bei ihrem Gelübde erfährt, dass sie Jüdin ist. Am gleichen Tag ist Lauf Junge Lauf von Pepe Danquart zu sehen. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Uri Orlev erzählt der Film die Geschichte des neunjährigen Srulik, dem während des Zweiten Weltkrieges die Flucht aus dem Warschauer Ghetto gelingt.

koproduktion Die israelisch-deutsche Koproduktion Anderswo, die am Dienstag gezeigt wird, erzählt von der Selbstfindung der jüdischen Studentin Noa. Schon ein Filmklassiker ist die britische Komödie Alles Koscher von Josh Appignanesi aus dem Jahr 2010, die am Mittwoch läuft. Darin muss der Muslim Mahmud feststellen, dass er eigentlich Jude ist. Am selben Tag ist der Film Cupcakes des israelischen Regisseurs Eytan Fox zu sehen. Die Parodie auf den Gesangswettbewerb Eurovision Song Contest wird in Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Zum Abschluss des Festivals wird am Donnerstag im Leo-Baeck-Saal der Jüdischen Gemeinde Let’s go von Michael Verhoeven in Anwesenheit des Regisseurs präsentiert. Die deutsche Produktion handelt von der jungen Laura, die Ende der 1960er-Jahre zur Beerdigung ihres Vaters aus den USA ins heimatliche München zurückkehrt. Das Filmfest ist nach dem verstorbenen früheren Präsidenten des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel, benannt.

Veranstalter ist die Jüdische Gemeinde Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum. Das Gemeinde bietet am Donnerstag eine Synagogenführung an. epd

Seelsorge

Dienstbereit

Das neu gegründete Militärrabbinat hat viel vor. Ein Besuch in Berlin-Niederschöneweide

von Michael Thaidigsmann  21.10.2021

#2021JLID

Das Leben steht im Mittelpunkt

Susan Sideropoulos nimmt die TV-Zuschauer auf eine facettenreiche Reise durch 1700 Jahre jüdische Geschichte in Deutschland mit

von Ralf Balke  21.10.2021

Thüringen

Ein Freistaat, drei Festivals

Diese Woche beginnen die 29. Tage der jüdisch-israelischen Kultur. Sie sollen künftig bekannter werden

von Esther Goldberg  21.10.2021

Amberg

Rückkehr der Tora

Ein Tag der Freude: Die wohl älteste Schriftrolle Süddeutschlands ist wieder in der Oberpfalz

von Miryam Gümbel  21.10.2021

#2021JLID

Ein ganz besonderes Projekt

In ihrer Ausstellung stellt die Künstlerin Ilana Lewitan Fragen nach Verantwortung und Identität

von Chris Meyer  20.10.2021

Nordrhein-Westfalen

Jüdische Geschichte erzählen

Neue Recherchen geben Aufschluss über die Dortmunder Stadtgesellschaft vor 1933

von Nadja Juskowiak  20.10.2021

Marzahn

Berliner Pflanzen

In den »Gärten der Welt« ist der Jüdische Garten eröffnet worden – der erste weltweit

 19.10.2021

Kulturtage

Thüringen feiert die jüdisch-israelische Kultur

Auf dem Festivalprogramm stehen Konzerte, Lesungen, Vorträge, Ausstellungen und Synagogenführungen

 19.10.2021

Porträt der Woche

Musik lebendig werden lassen

Avner Geiger ist Flötist und würdigt seine Großtante Betsy mit einem Konzertprogramm

von Christine Schmitt  16.10.2021