Berlin

Evakuierung des Jüdischen Krankenhauses angelaufen

Polizeiwagen Symbolbild
Foto: imago images/Jan Huebner

In Berlin sind die Sicherheitsmaßnahmen zur Entschärfung einer 250 Kilogramm schweren Fliegerbombe in vollem Gange. Seit dem frühen Morgen werden Menschen in einer Sperrzone im Umkreis von 500 Metern um das Jüdische Krankenhaus in Berlin-Gesundbrunnen herum in Sicherheit gebracht, wie eine Polizeisprecherin am Sonntag sagte.

Insgesamt 400 Beamte gehen demnach von Tür zu Tür und vergewissern sich, dass alle Bewohner ihre Häuser verlassen haben. Rund 15.000 Menschen sind von den Vorkehrungen betroffen. 

Sobald die Umgebung gesichert ist, sollen die Arbeiten zur Entschärfung der Bombe beginnen. Wie lange die Maßnahmen andauern könnten, war zunächst nicht abzusehen. 

Auch das Jüdische Krankenhaus und die DRK-Kliniken werden am Sonntag geräumt. Wer kann, war aufgerufen, den heutigen Tag bei Freunden und Familienangehörigen zu verbringen. Alle anderen sollten sich bis 11.30 Uhr an Sammelpunkten am Rande der Sperrzone einfinden. Von dort aus sollen Shuttlebusse sie zu Notunterkünften bringen.

Die Weltkriegsbombe war am 19. November auf dem Gelände des Jüdischen Krankenhauses gefunden worden. Die Vorbereitungen auf die Evakuierung hatten nach Angaben der Stadt mehrere Wochen in Anspruch genommen. dpa

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