Leer

Erinnerungsstücke der Vergangenheit und Bilder der Gegenwart

Albrecht Weinberg in Leer, 2018 Foto: www.benyaminreich.com

Vor 95 Jahren ist Albrecht Weinberg im ostfriesischen Rhauderfehn geboten. Seine Eltern, Flora und Alfred Weinberg, zogen später mit ihm nach Leer. Sie erlitten die Novemberpogrome 1938 und die Internierung in verschiedenen Konzentrationslagern. Albrecht Weinberg überlebte Auschwitz, wurde in Bergen-Belsen befreit. Seine Eltern und andere Familienmitglieder kamen in der Schoa ums Leben.

Albrecht Weinberg wanderte in die USA aus. 1985 kam er im Rahmen der Einladung an ehemalige jüdische Bürger erstmals wieder nach Leer. 2012 zog er wieder dorthin. Seitdem lebt er dort und berichtet als Zeitzeuge über die Schoa, unter anderem im Gymnasium seines Geburtsortes. »Ich richte mich an die zukünftigen Generationen. Vielleicht wird man ja in 1500 Jahren einsehen, dass man einfach miteinander leben muss«, so Weinberg.

benyamin reich Zum Berliner Fotografen Benyamin Reich hat er eine besondere Beziehung entwickelt. Reich hat ihn bereits mehrfach porträtiert. Anlässlich des 95. Geburtstags von Albrecht Weinberg wird in der Ehemaligen Jüdischen Schule in Leer, deren Schüler er einst war, vom 12. März bis 17. Mai die Ausstellung Nach Auschwitz gezeigt. Zu sehen sind Erinnerungsstücke seiner Vergangenheit und Bilder seiner Gegenwart, Fotos von Benyamin Reich, wie es in der Ankündigung heißt.

»Meine Großeltern waren auch Schoa-Überlebende, haben aber all ihre Erinnerungen nie mit mir geteilt und diese mit ins Grab genommen. Dadurch, dass ich Albrecht beim Erzählen seiner Geschichte unterstütze, schließe ich auch einen persönlichen Kreis für mich«, so Reich.

Die Ehemalige Jüdische Schule Leer (EJS) ist eine Gedenk- und Begegnungsstätte in Trägerschaft des Landkreises Leer. Als letzter »steinerner Zeuge« der Synagogengemeinde Leer widmet sie sich dem Gedenken an die jüdische Bevölkerung aus dem Landkreis.  ja

Köln

Die Kraft des Schofars in der gegenwärtigen Weltlage

Das Festival »Shalom-Musik.Koeln« geht in die vierte Auflage – und präsentiert erstmals ein Antilopenhorn

von Ulrike Gräfin Hoensbroech  15.06.2026

Pride Month

»Es bleibt noch viel zu tun«

Hana Yael Tebelmann im Gespräch über den »Pride Month«, die Pläne von »Keshet Deutschland« und Antisemitismus in der LGBTIQ-Community

von Leon Stork  14.06.2026

Porträt der Woche

»Mein Humor hält mich jung«

Aaron Ben-Shlomo stammt aus dem Iran, lebte in Israel und zog nach Südbaden

von Anja Bochtler  14.06.2026

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  12.06.2026 Aktualisiert

WM 2026

Tooooooooooooooooor!

Zwischen Training, Turnieren und Stadionbesuchen: Jüdinnen und Juden berichten, warum Fußball für sie mehr ist als das runde Leder

von Christine Schmitt  12.06.2026

Jewrovision

»Wir glauben an uns«

Die Jugendlichen von Neschama performten einen eindrucksvollen Act und räumten den begehrten Videopreis ab

von Luis Gruhler  11.06.2026

Berlin

Jüdischer Juristenverband als herausragende soziale Initiative ausgezeichnet

Die Organisation jüdischer Juristen ist eines von 25 Projekten, die vom Verein »startsocial« für ihr Engagement gewürdigt wurden. Gastgeber der Ehrenveranstaltung war Bundeskanzler Friedrich Merz

 11.06.2026

Kulturfest

Jüdische Woche in Leipzig

70 Leipziger Institutionen und Vereine gestalten ein Programm zu jüdischem Leben in Vergangenheit und Gegenwart. Erwartet werden internationale Gäste

 11.06.2026

Dresden

Elnet: Initiative soll Neugier auf jüdisches Leben wecken

Die Kampagne ist Teil des Themenjahres »Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« und wird zunächst sechs Wochen sichtbar sein

 11.06.2026