Berlin

»Ehrliche und wahrhaftige Freundschaft«

Am Freitagvormittag startete in der »Station Berlin« am U-Bahnhof Gleisdreieck das dreitägige »Festival 70 Jahre Israel«. Veranstalter ist die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG). Zur Eröffnung konnte DIG-Präsident Hellmut Königshaus viel Prominenz begrüßen.

Der stellvertretende Knesset-Präsident Yehiel Hilik Bar war aus Jerusalem angereist. Er sprach von der »wundervollen Geschichte« Israels, einem starken und lebendigen Staat, der in Frieden mit seinen Nachbarn leben wolle. Und er würdigte die Beziehungen beider Länder: »Aus vollem Herzen kann ich sagen, dass Deutschland der wichtigste Freund und Verbündete ist, den wir in Israel haben.«

vielfalt Auch Israels Botschafter Jeremy Issacharoff betonte die »hervorragenden Beziehungen«, die man feiern könne und die in ihrer Vielfalt beim Festival zu erleben seien. Israels Staatspräsident Reuven Rivlin grüßte in einer Videobotschaft »die Freunde in aller Welt« und wünschte »Chag Sameach«.

In Namen der Bundesregierung versicherte Michelle Müntefering (SPD), Staatsministerin im Auswärtigen Amt: »Wir wollen die Freundschaft zwischen Deutschland und Israel noch tiefer verankern.« Auch Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) sprach von einer »ehrlichen und wahrhaftigen Freundschaft«. Sie sei dankbar »für die Annäherungen zwischen den Menschen auf persönlicher Ebene«.

DIG-Präsident Königshaus sagte, dass man mit dem Festival das Wunder des freundschaftlichen Verhältnisses feiern wolle: »Wir wollen das bunte Israel zeigen, uns nicht einfach nur auf die Probleme oder Konflikte konzentrieren.«

programm Auf dem Programm des Festivals stehen Diskussionsrunden, Vorträge, Workshops, Filmvorführungen und Partys. Zu einer Diskussion über Jugend in Israel und Deutschland werden am Samstagnachmittag Jugendvertreter mehrerer Parteien erwartet, darunter Juso-Chef Kevin Kühnert.

Auch gibt es Lesungen, etwa von Arye Sharuz Shalicar (Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude). Das Koordinierungszentrum für den Deutsch-Israelischen Jugendaustausch ConAct lädt unter anderem zu einem Graffiti-Workshop ein. Anfänger können sich einen Eindruck von der israelischen Kampfsportart Krav Maga machen. Und Botschaftsrat und Hobbykoch Rogel Rachman will am Sonntag um 13 und 15 Uhr in einem Workshop zeigen, wie der perfekte Hummus gelingt. ddk/epd

www.70-jahre-israel.digev.de

Programm

Vortrag, Führung, Finissage: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 27. August bis zum 3. September

 26.08.2026

Neuanfang

Erste Klasse

Zwischen Schultüte und Blumen: Jüdinnen und Juden öffnen ihre Fotoalben und blicken auf ihre Einschulung zurück – in Israel, im Baltikum, in der Sowjetunion sowie in Ost- und West-Berlin

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Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  26.08.2026

Plädoyer

Stark und selbstbewusst

Die Zeiten des Ghettos und Sich-Wegduckens gehören zum Glück der Vergangenheit an. Umso mehr sollten Juden hierzulande entschiedener für ihre Interessen eintreten

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München

Von Deutschland in die Welt

Eine Ausstellung widmet sich dem Wirken jüdischer Architekten, deren Karrieren von Verfolgung und Exil bestimmt waren. Ihre Bauten beeinflussten die Moderne maßgeblich

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Dresden

Ausstellung würdigt jüdische Sportlerinnen und Sportlern

Deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten stehen im Mittelpunkt einer Präsentation. Anlässlich des Jahres der jüdischen Kultur wird sie in Dresden gezeigt

 25.08.2026

Spremberg/Forst

Stolpersteine gestohlen

Der Staatsschutz ermittelt

 24.08.2026

Dresden

Unbekannter entwendet Kippa

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 24.08.2026

Meinung

Jüdische Schulen: Orte der Zugehörigkeit

Der Wunsch nach jüdischer Bildung wächst, während die Strukturen zunehmend fragil werden

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