Vielfalt

»Und baut die Hütten«

»Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen«, schreibt die Tora (3. Buch Moses 23, 42-43). Die Sukka ist ein vorübergehender Wohnsitz, dessen Dach aus Blättern und Zweigen besteht, durch das man die Sterne am Himmel sehen kann.

Für sieben Tage haben wir die Aufgabe, unser Zuhause zu verlassen und in die Natur zu ziehen – mit allen ihren Launen. Es geht darum, sich zu erinnern, wie die Israeliten bei ihrer Wanderung durch die Wüste Zuflucht suchten.

Die Sukka ist ein Symbol dafür, dass sich der Mensch auf Gottes Schutz verlassen muss. Sie erinnert an die Zerbrechlichkeit der menschlichen Existenz.

Gleichheit Dass man jedes Jahr für eine Woche in die Sukka zurückkehrt, wird damit begründet, dass wir keinen ständigen Wohnsitz haben, und dass wir vor Gott alle gleich sind. Sukkot steht für Gleichheit und soziale Gerechtigkeit.

Auch bei den Protesten gegen soziale Ungerechtigkeit in Israel im August war das Zelt ein Symbol des sozialen Kampfes. In der Sukka zu wohnen, heißt, auf die gewohnte Sicherheit zu verzichten. In dieser Zeit sind wir vorübergehend alle an einem gemeinsamen Ort untergebracht – unabhängig vom Status des Einzelnen.

Sitzt man in der Sukka, erlebt man spirituelle Werte – dieser Reichtum ist beständig. An Sukkot hat man auch die Möglichkeit, über wirkliche Freude nachzuden- ken. Dazu gehört, in einer friedlichen und glücklichen Atmosphäre ein festliches Mahl mit Menschen zu teilen, die einem nahestehen.

Meinung

Brennende Moscheen: Moralische Klarheit bei Siedlergewalt

Die Stimme gegen Gewalt, die im Namen des jüdischen Volkes ausgeübt wird, muss ebenso klar und deutlich vernehmbar sein wie gegen die Gewalt, die sich gegen uns richtet

von Rabbiner Pinchas Goldschmidt  13.08.2026

Klima

Wenn der Himmel den Hahn zudreht

Wassermangel ist ein zentrales Motiv in der jüdischen Tradition – von der Schöpfung bis zum Gebet für Regen

von Rabbiner Elischa Portnoy  13.08.2026

Religion

Sonnenfinsternis zum Beginn des Elul

Das Himmelsereignis fällt mit einem besonderen jüdischen Datum zusammen

 12.08.2026

Vorfall

»Hitler« und »Freies Palästina«: Jüdisches Gebetbuch antisemitisch beschmiert

Ein Mitarbeiter des deutsch-jüdischen Vereins »WerteInitiative« bestellte einen Machsor für die anstehenden Feiertage – doch als er ihn zu Hause öffnete, fand er darin eindeutige Schmierereien

von Mascha Malburg  12.08.2026

»Dina de Malchuta Dina«

Gottes Gebot oder Staates Gesetz?

Ein talmudisches Prinzip besagt, dass sich fromme Juden auch an das Gesetz ihres Landes halten müssen. Doch was geschieht, wenn dies mit den Pflichten der Religion kollidiert?

von Rabbiner Daniel Fabian  07.08.2026

Talmudisches

Durst

Was unsere Weisen über die lebensspendende Kraft des Wassers lehren

von Rabbinerin Yael Deusel  07.08.2026

Re’eh

Segen und Fluch

Warum die Tora uns die Wahl lässt – aber dennoch zum Leben aufruft

von Jay Schlesinger  06.08.2026

Ekew

Die Sieben Arten

Der Wochenabschnitt führt durch das Land der Tora, zu Quellen, Bergen und Früchten

von Yonatan Amrani  31.07.2026

Talmudisches

An die Folgen denken

Was unsere Weisen über Weitsicht lehrten

von Detlef David Kauschke  31.07.2026