Vielfalt

»Und baut die Hütten«

»Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen«, schreibt die Tora (3. Buch Moses 23, 42-43). Die Sukka ist ein vorübergehender Wohnsitz, dessen Dach aus Blättern und Zweigen besteht, durch das man die Sterne am Himmel sehen kann.

Für sieben Tage haben wir die Aufgabe, unser Zuhause zu verlassen und in die Natur zu ziehen – mit allen ihren Launen. Es geht darum, sich zu erinnern, wie die Israeliten bei ihrer Wanderung durch die Wüste Zuflucht suchten.

Die Sukka ist ein Symbol dafür, dass sich der Mensch auf Gottes Schutz verlassen muss. Sie erinnert an die Zerbrechlichkeit der menschlichen Existenz.

Gleichheit Dass man jedes Jahr für eine Woche in die Sukka zurückkehrt, wird damit begründet, dass wir keinen ständigen Wohnsitz haben, und dass wir vor Gott alle gleich sind. Sukkot steht für Gleichheit und soziale Gerechtigkeit.

Auch bei den Protesten gegen soziale Ungerechtigkeit in Israel im August war das Zelt ein Symbol des sozialen Kampfes. In der Sukka zu wohnen, heißt, auf die gewohnte Sicherheit zu verzichten. In dieser Zeit sind wir vorübergehend alle an einem gemeinsamen Ort untergebracht – unabhängig vom Status des Einzelnen.

Sitzt man in der Sukka, erlebt man spirituelle Werte – dieser Reichtum ist beständig. An Sukkot hat man auch die Möglichkeit, über wirkliche Freude nachzuden- ken. Dazu gehört, in einer friedlichen und glücklichen Atmosphäre ein festliches Mahl mit Menschen zu teilen, die einem nahestehen.

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