House of One

Stiftungskuratorium konstituiert sich

Rund 47 Millionen Euro insgesamt soll das »House of One« kosten. Foto: Chris Hartung

Das geplante Drei-Religionen-Haus »House of One« in Berlin nimmt weiter Gestalt an. Am heutigen Montag findet die konstituierende Sitzung des Kuratoriums der Stiftung House of One – Bet- und Lehrhaus statt, wie die Stiftung am Freitag mitteilte. Damit werde das Kuratorium des »House of One« unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller (SPD), ins Leben gerufen.

Zu dem 20-köpfigen Gremium zählen den Angaben zufolge unter anderem der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, der Berliner Erzbischof Heiner Koch, der Professor für Islamische Religionswissenschaft, Mouhanad Khorchide, der frühere Bundespräsident Christian Wulff, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, die Direktorin des Jüdischen Museums Berlin, Hetty Berg, und Markus Grübel (CDU), Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfragen.

Festveranstaltung Eine ursprünglich geplante Festveranstaltung im Roten Rathaus müsse coronabedingt abgesagt werden. Stattdessen werde die konstituierende Sitzung per Videokonferenz stattfinden, hieß es.

Unter dem Dach des »House of One« soll es künftig eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee geben. Für die Errichtung des Drei-Religionen-Hauses waren bislang eine Bauzeit von mindestens drei Jahren sowie insgesamt 47,2 Millionen Euro an Baukosten veranschlagt worden. Die Summe soll größtenteils über Spenden zusammenkommen. Bislang sind nach Angaben der Stiftung knapp 32 Millionen Euro an Spenden und Zuwendungen eingegangen. Jeweils weitere zehn Millionen Euro haben der Bund und das Land Berlin bereitgestellt. epd

Kashrut

Nicht ganz koscher – oder doch?

Die israelische Erfindung »ReMilk« schmeckt nach Milch, kann aber ohne Bedenken mit Fleisch kombiniert werden

von Rabbiner Dovid Gernetz  26.03.2026

Geschlechter

Mehr als nur Mütterlichkeit

Über die Stellung der Frau im Judentum finden sich zahlreiche, oftmals widersprüchliche Aussagen. Der richtige Kontext schafft da Orientierung

von Vyacheslav Dobrovych  26.03.2026

Zaw

Was vom Feuer bleibt

So wie im Tempel täglich die Asche vom Altar genommen wurde, sollten auch wir uns im Alltag von lähmenden Gedanken und Gefühlen nicht bestimmen lassen

von Rabbiner Yehuda Teichtal  26.03.2026

Vatikan

Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem lädt Papst Leo nach Jerusalem ein

Rund zwei Millionen Menschen besuchen jährlich die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, die der versuchten Vernichtung des jüdischen Volkes in Nazi-Deutschland gewidmet ist. Nun wurde auch der Papst dorthin eingeladen

 24.03.2026

Interview

»Eine heilige Mission«

Oberstleutnant V. hat mit seiner Einheit die sterblichen Überreste von Soldaten geborgen, auch jene der letzten Geisel Ran Gvili. Hier spricht er über die Prinzipien seiner Arbeit

von Detlef David Kauschke  19.03.2026

Wajikra

Im Zentrum

So wie das Buch Wajikra die Mitte der Tora markiert, sind Gebete und Opfergaben das Herzstück des jüdischen Bewusstseins

von Gabriel Umarov  19.03.2026

Berlin

Berliner Rabbinerin wird Präsidentin der Rabbinical Assembly

Mit Gesa Ederberg übernimmt erstmals eine Europäerin das Spitzenamt der internationalen Organisation

 18.03.2026

Wajakhel–Pekudej

Serie mit Botschaft

In »Alles für die Liebe« geht es um Familie, Zusammenhalt und Werte, die bereits im Mischkan und heute am Pessachfest eine besondere Bedeutung haben

von Yonatan Amrani  13.03.2026

Talmudisches

Die Zahl Dreizehn

Was unsere Weisen über Vollständigkeit und gʼttliche Ordnung lehren

von Chajm Guski  13.03.2026