Tora

»Nicht vom Brot allein«

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein», heißt es im 5. Buch Moses (8,3). Dieser biblische Satz wird häufig zitiert – und vielfach missverstanden. Denn die Tora will damit nicht darauf hinweisen, dass man sich auch von Keksen und Kuchen ernähren könnte, oder nur durch Materielles ein erfülltes Leben haben wird. Nein. Vielmehr ist dies ein Hinweis auf das Man, das Brot der Wüste, mit dem der Ewige das jüdische Volk nach dem Auszug aus Ägypten ernährt hat. So wie er «alle Lebenden nach ihrem Verlangen» sättigt. Nicht der Mensch allein – mit seiner körperlichen Kraft und Intelligenz – kann für die Speisen, den beruflichen Erfolg und das gute Einkommen sorgen. «Sondern durch die Worte aus dem Mund G’ttes», und damit geht der oben genannte Satz in der Tora weiter, «lebt der Mensch». Also nicht vom Brot allein, sondern durch Sein Wort und Seinen Willen leben wir. Ob und wie wir leben werden, diese Entscheidung fällt – immer wieder neu – an Rosch Haschana, am Beginn des Neuen Jahres. ja

Aleeza Ben Shalom

»Wir suchen nach Körper und Seele«

Als Star der Netflix-Serie »Jewish Matchmaking« ist sie international bekannt und kommt auch nach Deutschland. Funktioniert die jüdische Liebe hierzulande anders?

von Mascha Malburg  02.11.2026

Wajera

Lots Töchter

Wie in der Tora über Inzest und sexuelle Gewalt gesprochen wird

von Paige Harouse  30.10.2026

Talmudisches

Sonnenanbeter

Was unsere Weisen über die Macht lehren, die wir dem Zufall zuschreiben

von Vyacheslav Dobrovych  30.10.2026

Mobilität

Scootern am Schabbes?

Was Rabbiner über Fahrräder, Roller und die Belohnung für jeden Schritt lehren

von Rabbiner Dovid Gernetz  29.10.2026

München

20 Jahre jüdisches Leben im Herzen Münchens: Synagoge Ohel Jakob

Das Judentum ist seit 20 Jahren wieder mitten in der bayerischen Hauptstadt verankert

von Christiane Ried  26.10.2026

Lech Lecha

Mut zur Veränderung

Unsicherheit ist Teil jedes neuen Anfangs – doch manche Wege öffnen sich erst, wenn wir sie betreten

von Rabbiner Boris Ronis  23.10.2026

Talmudisches

Das Gebet am Ende der Mahlzeit

Tischgebete kennen alle Weltreligionen. Doch während sich beispielsweise Christen vor dem Essen für das »tägliche Brot« bedanken, steht in der jüdischen Tradition der Dank am Ende der Mahlzeit. Aus einem ganz besonderen Grund

von Detlef David Kauschke  23.10.2026

Talmudisches

Bier

Was unsere Weisen über Getränke und ihre Wirkung lehren

von Rabbinerin Yael Deusel  21.10.2026

Rezension

Wie wurden wir, was wir wurden?

Der Judaist Peter Schäfer erzählt in seinem Buch die Geschichte des aschkenasischen Judentums – faktengesättigt, klar gegliedert und mit einer provokanten These zu Mutterland und Diaspora

von Michael Wolffsohn  18.10.2026