Service

Europäische Rabbinerkonferenz startet Halacha-Hotline

Foto: imago images/imagebroker

Die Europäische Rabbinerkonferenz (CER) hat gemeinsam mit Rabbinern des israelischen Beit Va’ad LeChachamim ein Online-Halacha-Callcenter eingerichtet, das Rabbinern in Europa Antworten zu rechtlichen Fragen und rabbinische Beratung bietet. Dies teilte die Rabbinerkonferenz am Donnerstag mit.

Der Dienst mit dem Titel »Nesivos Chanoch« (Die Wege Chanochs) ist nach dem am 24. November verstorbenen Rabbiner Dayan Chanoch Ehrentreu sel. A. benannt. Er war Leiter des Europäischen Beit Din (Rabbinatsgerichts) und eine führende Persönlichkeit bei der Stärkung der halachischen Ausprägung auf dem gesamten Kontinent.

EXPERTEN Der WhatsApp-Anrufdienst, der täglich erreichbar ist, wird mit Experten besetzt sein. Nach Angaben der CER seien darunter einige der größten halachischen Entscheidungsträger in Israel. Sie beraten Anrufer zu einer Vielzahl relevanter halachischer Themen, wie etwa zu jüdischem Recht und Medizin, zum Schabbat, zu Ehe, Reinheit, der Kaschrut, den jüdischen Speisegesetzen, und geldbezogenen Fragen wie Zinsen. Die Rabbiner sollen versuchen, die Fragen innerhalb einer Stunde zu beantworten.

Als Dachorganisation, die mehr als 400 jüdische Gemeinden in ganz Europa unterstützt und rund 1000 Mitglieder vereint, versteht die Europäische Rabbinerkonferenz die Halacha-Hotline als eine weitere dringend benötigte Hilfe für Rabbiner in ganz Europa, insbesondere für jene in entlegeneren Orten, die weit von ihren halachischen Mentoren entfernt sind.

CER-Präsident Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt erklärte: »Die Halacha-Hotline ist für die Rabbiner in so vielen unserer Gemeinden von entscheidender Bedeutung. Alle unsere Rabbiner können nun unmittelbaren Zugang zu den besten halachischen Ratschlägen erhalten.« Die CER nutze gemeinsam mit dem Beit Va’ad LeChachamim die beste Technologie, um das jüdische Leben zu stärken. Dieser Service werde Juden in ganz Europa unterstützen und das Ausüben ihrer Religion stärken. ja

Ki Tawo

Demut ist größer als Erfolg

Was die Tora über Dankbarkeit, Besitz und den respektvollen Umgang mit anderen lehrt

von Rabbiner Elie Dues  28.08.2026

Rezension

»Eine ziemlich dramatische Zeit«

Rabbiner Walter Rothschild wäre beinahe an einer Infektion gestorben – nun hat er über den Kampf um sein Leben geschrieben

von Detlef David Kauschke  28.08.2026

Talmudisches

Die Folgen des Hasses

Was unsere Weisen über die Konsequenzen aus Feindschaft und Groll lehrten

von Chajm Guski  27.08.2026

Schule

Jüdisch alphabetisiert

Zum ersten Mal seit der Schoa entstehen in Deutschland Arbeitsbücher für den jüdischen Religionsunterricht. Der erste Band widmet sich der Tora und ist nun erschienen

von Mascha Malburg  25.08.2026

Einspruch

Jeden Tag neu

Rabbinerin Ulrike Offenberg erinnert daran, dass im Elul alle Verantwortung tragen, sich selbst zu verändern

von Rabbinerin Ulrike Offenberg  25.08.2026

Ki Teze

Geben statt nehmen

In der Ehe wie in der Beziehung zu G’tt geht es nicht darum, was uns zusteht, sondern darum, was wir aus Liebe für den anderen tun können

von Vyacheslav Dobrovych  21.08.2026

Zedeka

Mehr als Mitleid

Sollte man Bettlern immer etwas geben, und wenn ja, wie viel? Eine jüdisch-ethische Betrachtung zu Menschlichkeit, Verantwortung und Urteilskraft

von Rabbiner Raphael Evers  21.08.2026

Talmudisches

Ein jüdischer Münchhausen

Was unsere Weisen über fantastische Geschichten, Seeungeheuer und unvorstellbar große Vögel zu erzählen wussten

von Rabbinerin Yael Deusel  20.08.2026

Meinung

Brennende Moscheen: Moralische Klarheit bei Siedlergewalt

Die Stimme gegen Gewalt, die im Namen des jüdischen Volkes ausgeübt wird, muss ebenso klar und deutlich vernehmbar sein wie gegen die Gewalt, die sich gegen uns richtet

von Rabbiner Pinchas Goldschmidt  14.08.2026