Gedenken

Europäische Rabbinerkonferenz erinnert an Opfer des Münchner Olympia-Attentats

6. September 1972, Olympiastadion München: Trauerakt für die Opfer Foto: imago

Gedenken

Europäische Rabbinerkonferenz erinnert an Opfer des Münchner Olympia-Attentats

Während der Sommerspiele 1972 in München hatten palästinensische Terrororisten elf Athleten des israelischen Teams getötet

 31.05.2022 18:51 Uhr

Rabbiner aus mehreren europäischen Ländern haben in München der während der Olympischen Spiele 1972 ermordeten israelischen Sportler gedacht. Am Dienstagnachmittag legte eine Delegation der Europäischen Rabbinerkonferenz (CER) am Gedenkort im Olympiapark einen Kranz nieder.

Im Anschluss gab es eine kurze religiöse Feier. Dabei wurden drei Psalmen gesungen, die Namen der Opfer verlesen sowie das Kaddisch gesprochen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Während der Sommerspiele 1972 hatten Mitglieder einer palästinensischen Terrororganisation elf Athleten der israelischen Mannschaft als Geiseln genommen. Zwei wurden bereits während der Geiselnahme ermordet. Bei einem anschließenden Befreiungsversuch am Flugplatz Fürstenfeldbruck kamen auch die restlichen Sportler ums Leben sowie ein deutscher Polizist und fünf der acht Terroristen.

Seit Montag tagt in München die Generalversammlung der Europäischen Rabbinerkonferenz. Zu dem Treffen in München sind nach eigenen Angaben rund 250 Rabbiner aus 43 Ländern angereist. Die Generalversammlung will einen Ethik-Kodex verabschieden. Er soll Themen wie Nähe und Distanz, Missbrauch und den Umgang mit Finanzen regeln. Die Veranstaltung endet am Mittwoch mit einer Zeremonie in der KZ-Gedenkstätte Dachau.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Am Montag hatten mehrere internationale Antisemitismus-Experten auf der Konferenz einen entschiedenen Kampf für die Religionsfreiheit und gegen Judenhass gefordert.

Lesen Sie mehr zu der Europäischen Rabbinerkonferenz in der kommenden Printausgabe der Jüdischen Allgemeinen.

Essay

Zwischen Progressivität und Zerfaserung

Quo vadis, liberales Judentum? Ein Debattenbeitrag von Avitall Gerstetter

von Avitall Gerstetter  19.06.2026

Korach

Im Vergleich

Oft schmerzt nicht der eigene Mangel, sondern der Vorsprung der anderen – doch zwischen Impuls und Handlung liegt ein entscheidender Moment

von Rabbiner David Kraus  18.06.2026

Militär

Verteidigung statt Zerstörung

Israel exportiert Arrow-3-Abwehrraketen nach Deutschland. Schon im Talmud wird der Verkauf von Waffen diskutiert. Die Rabbiner werfen moralische Fragen auf, die sich bis heute stellen

von Rabbiner Dovid Gernetz  18.06.2026

Halacha

Deutsch-jüdischer Leuchtturm

Die Berliner Studien zum Jüdischen Recht feiern ihr 30-jähriges Bestehen an der Humboldt-Universität

von Detlef David Kauschke  16.06.2026

Schelach Lecha

Mit der Kraft des Ewigen

Die biblische Erzählung lehrt, dass sich mit Gottvertrauen auch aktuelle Herausforderungen bewältigen lassen

von Rabbiner Salomon Almekias-Siegl  12.06.2026

Talmudisches

Spiel des Lebens

Was unsere Weisen über Fußball lehrten

von Avi Frenkel  12.06.2026

Fußball-WM

Darf man einem Kraken glauben?

Was das Judentum über Orakel, Omen und Vorhersagen lehrt

von Rabbiner Dovid Gernetz  11.06.2026

Dresden

Elnet: Initiative soll Neugier auf jüdisches Leben wecken

Die Kampagne ist Teil des Themenjahres »Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« und wird zunächst sechs Wochen sichtbar sein

 11.06.2026

Interview

»Verbinde dich mit etwas Größerem«

Rabbiner Levi Shmotkin landete mit »Worte fürs Leben« einen Bestseller. Ein Gespräch über die Stärke, sich von Krieg und antisemitischen Bedrohungen nicht lähmen zu lassen

von Detlef David Kauschke  09.06.2026