Mizwa

Den Schabbat ehren

Haus und Tisch sollen schön aussehen. Foto: Getty Images

So wie man für den Schabbat schöne, saubere Kleidung vorzubereiten hat, muss man auch seinen Körper für den Schabbat vorbereiten. Dies ist Teil der Mizwa, den Schabbat zu ehren. So erklären die Weisen, dass es ein Gebot ist, vor dem Schabbat ein heißes Bad oder eine heiße Dusche zu nehmen (Schabbat 25b). Wer kaltes oder lauwarmes Wasser verwendet, erfüllt die Mizwa nicht (Schulchan Aruch 260,1).

Früher, als man das Wasser vom Brunnen ins Haus schleppen musste, beschränkte sich die Mizwa darauf, Gesicht, Hände, Füße und Haar zu waschen. Diejenigen, die darüber hinausgingen, wuschen ihren ganzen Körper mit heißem Wasser. Aber heute, wo wir Duschen und elektrische Wasserkocher haben, ist es eine Mizwa, den ganzen Körper mit heißem Wasser zu waschen.

Duschen Man sollte nicht zu knapp vor Schabbat­eingang duschen oder baden. Nicht dass man den Schabbat aus Versehen entweiht, indem man das Badezimmerlicht oder den Schalter bedient, der den Warmwasser­bereiter steuert, wenn der Schabbat bereits begonnen hat.

Es ist eine Mizwa für jemanden, der einen Haarschnitt braucht, ihn am Freitag zu bekommen. Wer sich regelmäßig rasiert, sollte sich auch vor dem Schabbat rasieren. Ebenso ist es eine Mizwa, sich zu Ehren des Schabbats die Nägel zu schneiden. Es ist vorzuziehen, die Fingernägel am Nachmittag zu schneiden, denn dies verdeutlicht, dass es im Rahmen der Schabbatvorbereitungen erfolgt. Jemand, der weiß, dass er am Freitag beschäftigt sein wird, sollte seine Haare und Nägel bereits am Donnerstag schneiden (Schulchan Aruch 260,1 und Aruch Haschulchan 260,6).

Das Zuhause muss ebenfalls für den Schabbat vorbereitet werden.

Das Zuhause muss ebenfalls für den Schabbat vorbereitet werden. Es sollte sauber sein, auf den Tisch sollte eine schöne Decke gelegt und die Stühle ordentlich um den Tisch herum aufgestellt werden. Man sollte darauf achten, dass Haus und Tisch während des gesamten Schabbats schön aussehen (Schulchan Aruch 262,1). Es ist auch angebracht, den Tisch mit schönem Geschirr, Gläsern und Besteck zu decken.

Die Tora sagt: »Am sechsten Tag sollen sie zubereiten, was sie gebracht haben« (2. Buch Mose 16,5). Daraus lernt man, dass es am Freitag eine Mizwa zur Vorbereitung auf den Schabbat gibt. Auch ein reicher Mensch, der Diener hat, muss versuchen, selbst etwas dafür zu tun. Denn es ist für jeden eine Ehre, den heiligen Schabbat zu würdigen, indem man sich darauf vorbereitet. Auch jemand, der mit dem Studium der Tora beschäftigt ist und andere hat, die den Schabbat für ihn vorbereiten, soll persönlich an irgendeiner Form an der Schabbatvorbereitung teilnehmen (Schulchan Aruch 250,1 und Rema 251,2).

VERZEHNTEN Der Talmud erzählt von großen Rabbinern und angesehenen Anführern in verschiedenen Generationen, die persönlich an den Vorbereitungen für den Schabbat teilnahmen. So pflegte Rava den Fisch für den Schabbat zu salzen, und Rabbi Chisda schnitt immer das Gemüse. Rabba und Rav Josef hackten Holz für den Ofen, Rabbi Abahu und Rav Zeira zündeten das Kochfeuer an, Rav Chuna und Rabbi Papa bereiteten Kerzen für den Schabbat vor, Rabbi Nachman putzte das Haus (Schabbat 119a).

Die Weisen geben an, dass man zu Hause drei Dinge sagen muss, wenn es am Freitag dunkel wird.

Die Weisen geben an, dass man zu Hause drei Dinge sagen muss, wenn es am Freitag dunkel wird. Erstens: »Wurde der Ertrag verzehntet?« Ist dies nicht der Fall, muss man es nachholen. Zweitens: »Wurde ein Eruv Chatzerot eingerichtet?« Wenn nicht, muss man dies tun. Drittens: »Denk daran, die Schabbatkerzen rechtzeitig anzuzünden« (Schabbat 34a).

Heute, wo man in Israel die Produkte gewöhnlich bereits verzehntet kauft und außerhalb Israels die Pflicht zum Verzehnten entfällt, es für den Eruv (falls vorhanden) zuständige Gemeindevertreter gibt, brauchen wir die ersten beiden Fragen nicht mehr zu stellen.

zeitschaltuhren Trotzdem muss jeder dafür sorgen, dass sein Zuhause für den Schabbat bereit ist: dass die Zeitschaltuhren für die Beleuchtung und die Heizung oder Klimaanlage eingestellt sind, dass das Kühlschranklicht ausgeschaltet ist und dass das Essen auf der Schabbatplatte (einem Warmhalte­tablett ohne Temperaturregelungsschalter) steht, dass überall, wo man es braucht, das Licht brennt, dass Toilettenpapier abgerissen ist und so weiter und so weiter.

Auch bereits am Freitag muss man Flaschen mit Metallverschlüssen öffnen sowie die Dosen und Verpackungen, in denen Lebensmittel für ein paar Tage oder länger aufbewahrt werden.

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