Berlin

Bundeskanzlerin wünscht Juden friedvolles Chanukka

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der jüdischen Gemeinschaft ein friedvolles Chanukka gewünscht. Es sei wunderbar, dass in diesen Tagen an vielen deutschen Orten der Chanukka-Leuchter entzündet wird, erklärte die Kanzlerin am Sonntag in Berlin zum Auftakt des Festes. Die Lichter zeugten davon, dass es heute nach dem Zivilisationsbruch der Schoa wieder ein blühendes jüdisches Leben in Deutschland gebe. Dies sei ein »Wunder, für das wir zutiefst dankbar sein können.«

Jüdisches Leben, seine Kultur und Geschichte sind Teil der Identität Deutschlands», betonte die Kanzlerin in ihrer Grußbotschaft. Der Bundesregierung sei es ein zentrales Anliegen, die jüdische Gemeinschaft zu stärken und ihre freie Entfaltung weiter zu unterstützen.

Jedoch habe der Anschlag auf die Synagoge in Halle im Oktober schmerzhaft ins Bewusstsein gerufen, dass jüdisches Leben wachsamen und beständigen Schutz erfordere. «Wir dürfen Rassismus und Antisemitismus in Deutschland keinen Raum lassen», unterstrich Merkel. epd/ja

Berlin

»Ich will mich nicht verstecken«

Ron Dekel wurde angepöbelt, weil er eine Kippa trug. Ein Video davon ging viral, er wurde im Netz beleidigt, man lauerte ihm vor der Synagoge auf. Hier spricht der Präsident der Studierendenunion darüber, was ihm passiert, seitdem er sich sichtbar als Jude zeigt

von Mascha Malburg  27.04.2026

Talmudisches

Kraft der Gemeinschaft

Was unsere Weisen über Zusammenhalt lehren

von Rabbiner Avraham Radbil  24.04.2026

Geschichte

Als die Zeit stillstand

Während der Schoa hatten viele Juden keinen Zugang zu einem jüdischen Kalender. Trotz allem fanden sie Wege, um in den Lagern oder im Versteck den Schabbat und die Feiertage einzuhalten

von Valentin Suckut  24.04.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« kooperiert mit katholischer »Tagespost«

Ein Zeichen gegen Antisemitismus: »Die Tagespost« legt ihren Abonnenten die »Jüdische Allgemeine« kostenlos bei. Hinter der Aktion steckt unter anderem ein rundes Jubiläum

von Hannah Krewer  23.04.2026

Acharej Mot – Kedoschim

Feuer aus Menschenhand

Heiligung entsteht nicht im Rückzug ins Himmlische, sondern im gestaltenden Eingreifen in die Welt

von Rabbiner Salomon Almekias-Siegl  23.04.2026

Tasria-Mezora

Die Macht des Wortes

Was wir sagen, kann verletzen oder heilen. Die Tora fordert, Schaden zu vermeiden und Gutes zu stiften

von Avi Frenkel  17.04.2026

Talmudisches

Dämonen

Was sind sie, und wie schütze ich mich vor ihnen? Unsere Weisen gaben Antworten

von Rabbinerin Yael Deusel  17.04.2026

Amida

Stehen vor Gott

Das Hauptgebet im Judentum ist Gespräch, Selbstprüfung und kollektive Stimme Israels. Sein Ursprung jedoch ist bis heute ungeklärt

von Sophie Goldblum  16.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026