Berlin

Zivilcourage-Preis für Chemnitzer Bürgerverein

August 2019: Eine Stadt positioniert sich gegen Rechtsextremismus. Foto: dpa

Der Verein »Chemnitzer Bürgerfest« ist am Montag in Berlin mit dem »Preis für Zivilcourage gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus« ausgezeichnet worden. Der mit 3000 Euro dotierte Preis des Förderkreises »Denkmal für die ermordeten Juden Europas« und der Jüdischen Gemeinde Berlin wurde auf einer Charity-Veranstaltung für den »Raum der Namen« des Berliner Holocaust-Denkmals überreicht.

Der Verein habe mit einem Bürgerfest im August eine friedliche Großveranstaltung organisiert, die zeigte, dass die Chemnitzer ihre Stadt nicht den Radikalen überlassen, hieß es zur Begründung. Mehr als 67.000 Bürger hätten ein Zeichen gegen rechts gesetzt.

rechtsextremisten Vereinsgründer Sebastian Thieswald sagte, wegen der Geschehnisse im August vergangenen Jahres sei Chemnitz in ein falsches Licht gerückt worden. »Wir wollten Chemnitz zeigen, wie es wirklich ist: attraktiv, freundlich, friedlich«, schilderte der Sozialunternehmer. In der sächsischen Stadt war es im Sommer 2018 nach dem Tod eines Mannes auf dem Chemnitzer Stadtfest zu Ausschreitungen von Rechtsextremisten gekommen.

Zu dem Spenden-Dinner für den »Raum der Namen« mit etwa 100 Gästen laden jährlich der Förderkreis »Denkmal für die ermordeten Juden Europas« gemeinsam mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (beide CDU) ein.  epd

Meinung

Helfen und spenden

Die verheerende Flut führt uns vor Augen, wie wichtig es ist, unser Leben wieder mehr in Einklang mit der Natur zu bringen, sie zu bewahren und zu schützen

von Sharon Fehr  31.07.2021

Gesellschaft

Signal der Spiele

Sport und Politik sind nicht voneinander zu trennen. Ist das zu bedauern oder als Chance zu begreifen?

von Alon Meyer  30.07.2021

Justiz

Unerträgliche Nazi-Sprache

Das Heilpraktikergesetz ist seit 1939 in Kraft. Eine Initiative fordert nun dringende Änderungen

von Hans-Ulrich Dillmann  30.07.2021

Schoa

Der Chefplaner des Holocaust

Offenbar existiert kein schriftlicher Befehl Hitlers zum Holocaust. Als ein entscheidendes Datum gilt der 31. Juli 1941: Damals bekam Reinhard Heydrich den Auftrag zur Vorbereitung der »Endlösung der Judenfrage«

von Christoph Arens  30.07.2021

Judenhass

Ulmer Brandanschlag auf Synagoge: Türkei liefert Verdächtigen nicht aus

Baden-Württemberg rechnet nicht mehr mit Auslieferung

von Sebastian Schlenker  30.07.2021

Düsseldorf

Prozess um »Goyim-Partei«: Anklage verlesen

Die Hauptbeschuldigten sollen über 1000 Postings mit größtenteils antisemitischen Aussagen ins Netz gestellt haben

 30.07.2021

Social Media

TikTok löscht Neonazi-Profile

Videoplattform: Inhalte verstoßen gegen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag und sind strafbar

 29.07.2021

Urteil

BGH macht Facebook bei Löschungen und Sperren genaue Vorgaben

Der Hintergrund: Nicht alle Äußerungen, die das Unternehmen verbietet, sind nach deutschem Recht strafbar

 29.07.2021

Tokio

Nach Rassismus-Skandal: Olympia-Aus für Rad-Sportdirektor

Patrick Moster hatte Deutschen im Einzelzeitfahren mit »Hol die Kameltreiber« angefeuert, einen Algerier und Eritreer einzuholen

 29.07.2021