Ghettorenten

Zeichnungsfrist für Online-Petition endet

Zwangsarbeiter im Ghetto Lodz Foto: dpa

Am Donnerstag endet die Zeichnungsfrist für die sogenannte Ghettorenten-Petition. Der Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. hatte sie dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages vorgelegt. Dabei geht es um die Bitte, ehemaligen Ghettoarbeitern, deren Anträge nach dem Gesetz zur Zahlbarmachung von Renten aus Beschäftigungen in einem Ghetto (ZRBG) vor dem 30. Juni 2003 gestellt wurden und erst aufgrund einer Überprüfung nach 2009 bewilligt wurden, durch eine Änderung des ZRBG eine rückwirkende Auszahlung der Rente ab dem 1. Juli 1997 zu ermöglichen.

Ghettos Nachdem der Bundestag jüngst diese rückwirkende Zahlung von Renten abgelehnt hat, ist diese Petition ein Versuch, das Thema nicht von der politischen Tagesordnung verschwinden zu lassen. Die Rentner, um die es sich handelt, sind hochbetagt. Sie haben während der NS-Herrschaft in Ghettos gearbeitet und dafür Lohn erhalten, der in Geld oder Naturalien ausgezahlt wurde. Für diese Arbeit wurden in den allermeisten Fällen Sozialabgaben an die Rentenkasse abgeführt. Um die Auszahlung dieser Gelder, die den Menschen wegen ihrer geleisteten Arbeit zusteht, geht es.

Die Petition mit der Identifikationsnummer 41091 kann unter folgender URL aufgerufen werden: http://bit.ly/11LnhTH

Es handelt sich hier um eine Online-Petition, die jeder mitzeichnen kann. Erhält die Petition mehr als 50.000 Unterstützer, kann das Anliegen im Petitionsausschuss des Bundestags noch einmal vorgetragen werden.

Das eingeschaltete Blaulicht ist auf dem Dach von einem Einsatzfahrzeug der Polizei am 28.02.2026 bei einem Polizeieinsatz zu sehen.

Bayern

Brand von Hitler-Teehaus: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Die Hintergründe

von Judith Kubitscheck  24.10.2026

Analyse

Israel hat die Wahl

Der jüdische Staat stimmt kommende Woche über eine neue Knesset ab. Alles deutet auf eine Richtungsentscheidung hin

von Guy Katz  24.10.2026

Handelte es sich beim Nationalsozialismus um eine linke Ideologie?

Ein Faktencheck

 23.10.2026

Justiz

Ermittler: Ahmetovic kooperierte nicht bei Durchsuchungen

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt im Zusammenhang mit der Ausschreibung eines früheren Klinikgeländes in Lehrte bei Hannover gegen den SPD-Politiker

 23.10.2026

Berlin

Umfrage: Mehrheit lehnt rot-grün-rote Koalition ab

Linke, SPD und Grüne verhandeln derzeit über eine gemeinsame Landesregierung. Eine solche Koalition stößt auf Skepsis - auch unter Anhängern von SPD und Grünen

 23.10.2026

Warschau

Polen rügt Ehrung für ukrainische Nationalisten in Lwiw

Erst ein Ehrentitel für eine ukrainische Einheit, nun ein Gedenkjahr für nationalistische Untergrundkämpfer: Der Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine flammt erneut auf

 23.10.2026

Umfrage

Umfrage: So würde Deutschland abstimmen, wenn am Sonntag Wahlen wären

 23.10.2026

München

Aigners Befund zu Judenhass: »Das ›Nie wieder!‹ ist tot«

Die bayerische Landtagspräsidentin gibt eine schonungslose Analyse zum Antisemitismus in Deutschland. Doch sie sieht auch hoffnungsvolle Ansätze, um gegenzusteuern

 23.10.2026

Debatte

Wahl in Israel: Star-Dirigent Lahav Shani meldet sich ausführlich zu Wort

In der Vergangenheit war der Musiker mehrmals im Visier radikaler Israelfeinde

 22.10.2026