Andrews-Luftwaffenbasis

Zehn Tage bis zwei Wochen: Trump setzt Iran Frist

Präsident Donald Trump am Donnerstag (Ortszeit) auf der AYndrews-Luftwaffenbasis in Maryland bei Washington D.C. Foto: picture alliance / REUTERS

US-Präsident Donald Trump hat den Druck auf Iran weiter erhöht und Teheran eine knappe Frist für ein Abkommen im Atomstreit gesetzt. Nach seinen Angaben bleiben »wahrscheinlich zehn Tage« oder maximal zwei Wochen, um eine Einigung zu erzielen. Andernfalls werde es »unglücklich für sie«, warnte Trump. Amerikanische Medien berichteten.

Der Präsident erklärte, die Gespräche liefen zwar, doch Iran müsse einen »bedeutenden« Deal zustande bringen. »Sie müssen ein Abkommen schließen. Wenn das nicht passiert, werden schlimme Dinge geschehen«, sagte Trump. Er bekräftigte zudem, Iran dürfe »keine Atomwaffe haben« und betonte: »Man kann keinen Frieden im Nahen Osten haben, wenn sie eine Atomwaffe besitzen.«

Parallel zu den diplomatischen Bemühungen verstärken die USA ihre militärische Präsenz in der Region. Ein zweiter Flugzeugträger ist auf dem Weg in den Nahen Osten, zusätzliche Kriegsschiffe und Flugzeuge wurden bereits verlegt. Dies soll Washington zusätzliche Optionen verschaffen, falls die Verhandlungen scheitern.

Abkommen oder Eskalation

Trump deutete an, dass sowohl ein Abkommen als auch eine Eskalation möglich seien. »Jetzt ist die Zeit für Iran, sich uns auf einem Weg anzuschließen, der das vollendet, was wir tun«, sagte er. Sollte Teheran diesen Weg nicht mitgehen, werde es »ein sehr anderer Weg« sein, so der Präsident.

Lesen Sie auch

Die iranische Führung reagierte mit scharfen Worten. Teheran betonte, keinen Krieg anzustreben, drohte jedoch mit Vergeltungsschlägen gegen US-Einrichtungen und Verbündete in der Region im Falle eines Angriffs. Militärübungen im Persischen Golf und der Straße von Hormus unterstreichen die angespannte Lage.

Auch Israel bereitet sich auf mögliche Szenarien vor, darunter einen iranischen Präventivschlag im Falle eines US-Angriffs. Die israelischen Streitkräfte seien in erhöhter Alarmbereitschaft, berichten Medien unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Hinter den Kulissen prüfen US-Sicherheitsberater unterschiedliche Optionen. Nach Angaben aus Regierungskreisen sollen die nötigen Kräfte bis Mitte März vollständig in Stellung sein. Gleichzeitig arbeitet Teheran laut US-Vertretern an einem schriftlichen Vorschlag, der amerikanische Forderungen aus den jüngsten Gesprächen in Genf aufgreifen soll. Ob und wann dieser vorgelegt wird, bleibt offen. im

»Mit eigener Stimme«

Braunschweig zeigt Ausstellung zum 75. Jubiläum des Zentralrates der Juden

1950 in Frankfurt gegründet, steht die jüdische Dachorganisation seit mehr als 75 Jahren für jüdisches Leben in Deutschland. Das Städtische Museum widmet ihm nun eine bundesweit einzigartige Schau

 20.02.2026

London

Starmer verweigert US-Zugriff auf britische Stützpunkte für möglichen Iran-Angriff

Die Nutzung des strategisch wichtigen Stützpunkts Diego Garcia ist Teil der US-Pläne für einen möglichen Angriff. Dieser darf jedoch nur mit Zustimmung der britischen Regierung genutzt werden

 20.02.2026

Kampala

50 Jahre nach Operation in Entebbe: Uganda baut Statue für Joni Netanjahu

Der ungandische Verteidungsminister Muhoozi Kainerugaba kündigt das Vorhaben an. Der Bruder des heutigen Ministerpräsidenten Netanjahu fiel bei der »Operation Thunderbolt« 1976 in Entebbe

von Imanuel Marcus  20.02.2026

Washington D.C./Gaza

Trotz Milliardenzusage: Zweifel an Trumps Gaza-Friedensplan

Der US-Präsident hat Milliardenhilfen seines umstrittenen Friedensrats für Gaza angekündigt. Doch die Frage der Entwaffnung der Hamas bleibt ungelöst. Und die Terroristen haben eigene Forderungen

 20.02.2026

Essay

Iran ist nicht das islamistische Regime. Iran, das seid ihr!

Eine Verneigung vor dem Mut der freiheitsliebenden Menschen im Iran und in der iranischen Diaspora

von Sarah Maria Sander  19.02.2026

Washington D.C.

Steht ein US-Militärschlag gegen Iran kurz bevor?

Das US-Militär wäre amerikanischen Berichten nach in der Lage, bereits an diesem Wochenende Angriffe auf iranische Ziele zu starten

 19.02.2026

Sanktionen

EU setzt Revolutionsgarden auf Terrorliste

Um an der Macht zu bleiben, hat Irans Führung Massenproteste brutal niedergeschlagen. Nun ist in der EU als Reaktion darauf eine Entscheidung offiziell, die jahrelang nicht möglich war.

 19.02.2026

Warschau

Polen ruft seine Bürger zum Verlassen des Iran auf

Die Regierung warnt vor einem drohenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Donald Tusk fordert die Bürger auf, sofort aus dem Land auszureisen. Eine Evakuierung könnte bald unmöglich sein

 19.02.2026

Meinung

Königliches Versagen im Kulturbetrieb

Das renommierte Reina-Sofía-Museum in Madrid setzt eine Schoa-Überlebende vor die Tür. Die Existenz des Juden wird zur Provokation, die Befindlichkeit des Antisemiten zum schützenswerten Gut. Spanien ist verloren!

von Louis Lewitan  19.02.2026