Bundestagswahl

Yad-Vashem-Leiter: Regierungsbeteiligung der AfD wäre Schande für Deutschland

Yad-Vashem-Direktor Dani Dayan Foto: copyright (c) Flash90 2023

Der Leiter der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, Dani Dayan, hat sich besorgt über den Aufstieg der AfD in Deutschland geäußert. Er hoffe, dass die AfD »unter keinen Umständen Teil einer Regierung wird, weder regional noch national«, sagte er dem Berliner »Tagesspiegel« (Freitag). Es wäre eine Schande für Deutschland, wenn dies geschehen sollte. Das beste Mittel dagegen sei Bildung.

Dayan betonte, aus diesem Grund investiere Yad Vashem viel in Bildungskooperation. Es sei geplant, dies noch zu verstärken. Bildung allein reiche jedoch nicht aus, auch das Recht müsse gestärkt werden.

Der Leiter der Holocaust-Gedenkstätte äußerte sich zugleich besorgt über zunehmenden Antisemitismus. Was »auf den Universitätsgeländen in der ganzen Welt, insbesondere in den USA«, vor sich gehe, habe ihn überrascht, sagte Dayan. Es werde dort »eine pseudoakademische, pseudowissenschaftliche, pseudointellektuelle Begründung aufgebaut«, um »aktive Maßnahmen zur Beseitigung des jüdischen Staates zu ergreifen«.

Dayan betonte, Kritik an der Regierung des Staates Israel sei zwar noch kein Antisemitismus. »Man muss nicht mit allem einverstanden sein«, sagte er. Die Forderung, den Staat Israel auszulöschen, und die Behauptung, Juden hätten keine Verbindung zur Geschichte der Region und zum Land, seien jedoch antisemitisch. »Diese Verzerrung der jüdischen Geschichte ist Antisemitismus«, sagte Dayan: »Und so führt Antiisraelismus zu Antisemitismus.« epd

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 02.11.2026

Berlin

SPD nominiert Michel Friedman für Bundesversammlung

Der Publizist darf damit über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier abstimmen

 02.11.2026

Frankfurt am Main

»Zeit ist’s!«

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach zur Eröffnung der Jüdischen Akademie in der Mainmetropole. Wir dokumentieren seine Rede

von Frank-Walter Steinmeier  02.11.2026

Berlin

Koalitionsverhandlungen für Rot-Grün-Rot beginnen

Sechs Wochen nach der Wahl starten Linke, Grüne und SPD in Berlin ihre Koalitionsverhandlungen. Viele Fragen sind noch offen – und Scheitern ist jederzeit möglich.

 02.11.2026

Jugendproteste

Prien: Bei Krawallen nach »Gen Z«-Protesten die Realität betrachten

Die Jugendministerin Prien spricht von »weitestgehend friedlichen Demonstrationen« am Samstag. Was danach geschah, nennt sie »Gewaltexzesse von linksradikalen Gruppen«. Es seien wohl auch Menschen »aus migrantischen Milieus« beteiligt gewesen

 02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Endlich nimmt ein Verwaltungsgericht die Einschüchterung jüdischer Studierender ernst

Ein Kommentar

von Annabelle Ganapol  02.11.2026

Baustelle der Jüdischen Akademie an einer Straße in Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Jüdische Akademie öffnet in Frankfurt

Es soll ein Ort des Diskurses und der Begegnung sein: In Frankfurt wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet

 02.11.2026

Robert F. Kennedy Jr. spricht an einem Rednerpult vor einer Wand mit dem Schriftzug MAHA

USA

Kennedy verteidigt Rede über Araber und lobt Juden

Der US-Gesundheitsminister weist Rassismusvorwürfe zurück und fragt, warum die Welt Juden hasse und Islamisten umarme

 01.11.2026