Einspruch

Wir müssen behutsam sein

Yolanda Schottenfeld-Naor Foto: privat

Grundsätzlich befürworte ich eine Impfung für ältere Kinder und Jugendliche, wie sie auch in den USA und Israel schon Praxis ist. Eine kürzlich veröffentlichte Studie sowie die Erfahrung aus anderen Ländern belegen die Sicherheit und Wirksamkeit.

Infektionen bei Kindern und Jugendlichen wurden in der Vergangenheit oft heruntergespielt. Sie treten in ähnlicher Häufigkeit wie bei Erwachsenen auf, verlaufen jedoch meist milder. Dennoch gibt es selten auch schwere Infektionen und sogar tödliche Verläufe. Die Krankenhausaufenthalte bei Covid-19 sind immerhin dreimal so häufig wie bei Influenza.

leidtragende Mit einer Impfung gegen Covid-19 könnte man Kinder und Jugendliche schützen und ihnen wieder ein normales Leben ermöglichen. Gerade die jungen Menschen waren Leidtragende der Pandemie und wurden in ihrer psychischen und sozialen Entwicklung beeinträchtigt.

Leider kommt die Zulassung des Impfstoffs für junge Menschen in einer Zeit, in der er weiterhin Mangelware ist und viele chronisch kranke Erwachsene noch nicht geimpft sind.

Leider kommt die Zulassung des Impfstoffs für junge Menschen in einer Zeit, in der er weiterhin Mangelware ist und viele chronisch kranke Erwachsene noch nicht geimpft sind. Die Konkurrenz um den knappen Impfstoff wird weiter verschärft. Hinzu kommt, dass viele Eltern Sturm gegen die Impfung von Kindern laufen. Die Stiko als oberste Instanz empfiehlt die Impfung nur für vorerkrankte Kinder.

vertrauen Daher ist ein behutsames Vorgehen zu empfehlen. In erster Linie sollten zunächst Kinder mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen geimpft werden. Wenn mehr Impfstoff vorhanden ist, sollte man jedoch allen Kindern und Jugendlichen ein Impfangebot machen. Eltern und Kinder sollten das Für und Wider mit ihrem Kinderarzt besprechen. Einen Gruppenzwang sollte es nicht geben. Aber für Vertrauen in die Impfung muss weiterhin geworben werden.

Impfungen retten Leben und haben zur Ausrottung vieler schwerer Krankheiten beigetragen. Unsere Kinder haben das Recht auf ein normales Leben und eine kindgerechte Entfaltung!

Die Autorin ist Hausärztin in Düsseldorf.

Frankreich

»Fick dich, Gisèle, fickt euch, ihr Zionisten«

Die 20-jährige Gisèle Journo ist Jüdin und betreibt in Paris eine Agentur für Influencer. Jetzt ist Journo Zielscheibe antisemitischer Anfeindungen geworden. Auslöser war der Boykottaufruf einer Europaabgeordneten

von Michael Thaidigsmann  21.08.2026

Berlin

Amnesty International ruft Hamas zum Ende der Gewalt auf

Gewalt und außergerichtliche Hinrichtungen durch die Terrororganisation auch gegen Palästinenser kommen laut UN regelmäßig vor. Menschenrechtler fordern ein sofortiges Ende dieser Verbrechen

von Anna Mertens  21.08.2026

Erfurt

Deutsch-israelischer Jugendaustausch kommt nicht voran

Thüringens Antisemitismusbeauftragter Michael Panse sieht strukturelle und politische Gründe. Auch ein Austauschprogramm stockt

von Matthias Thüsing  21.08.2026

Wahlkampf der AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund

Magdeburg

Wie sich die AfD auf eine mögliche Regierung vorbereitet

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt könnte der rechtsextremistischen AfD erstmals den Weg in eine Landesregierung öffnen. Mit Schulungen, einem Personalpool und Hilfe aus Österreich bereitet sie sich seit langem darauf vor

von Jörg Ratzsch  21.08.2026

Berlin

Bezirk prüft Entzug der Zulassung von antisemitischem Influencer als Berufsbetreuer

Auf Instagram verbreitet er Judenhass und Verschwörungsmythen, im Job soll er Berufstätige mit Herausforderungen betreuen. Passt das zusammen?

 21.08.2026

Iran-Konflikt

Nach Berichten über Missstände: US-Flugzeugträger »USS George Washington« löst Pannenschiff ab

Die »USS Abraham Lincoln« ist seit Monaten im Mittleren Osten eingesetzt und hat zuletzt wegen erheblicher Probleme an Bord Schlagzeilen gemacht. Nun ist ein neuer Flugzeugträger in der Region angekommen

 21.08.2026

Benjamin Graumann Jüdische Gemeinde Frankfurt

Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  21.08.2026

Berlin/Brüssel/Jerusalem

Sieben Staaten und EU verlangen Stopp von Siedlungsprojekt im Westjordanland

Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und weitere Länder fordern Israel auf, die geplante Bebauung zu stoppen. Die EU bereitet offenbar ein Sanktionspaket vor

 21.08.2026

Khan Younis

Israel wirft Hamas Folter in Klinik vor

Die Terrororganisation soll ein Krankenhaus im Süden des Gazastreifens als Folterzentrale nutzen, um ihre Macht über die Bevölkerung auszubauen

 20.08.2026