Berlin

Wegen Terrorverherrlichung: Razzien an acht Orten bei Frauenrechtsorganisation

Foto: picture alliance/dpa

Die Staatsschutzabteilung der Berliner Polizei hat am frühen Mittwochmorgen sechs Wohnungen, ein Büro und ein Café in der Hauptstadt durchsucht. Grund ist offenbar ein Instagram-Post der linksradikalen Frauenrechtsorganisation ZORA, den die Behörden als Verherrlichung der linksgerichteten palästinensischen Terrororganisation PFLP einstufen.

Das berichtete der Berliner »Tagesspiegel«. Demnach waren rund 170 Polizisten bei den Razzien im Einsatz. Nach BILD-Informationen gibt es sechs Beschuldigte, fünf davon sollen der Gruppe ZORA selbst angehören.

Am 12. Oktober wurden auf der Instagram-Seite von ZORA Berlin drei Kacheln veröffentlicht mit einer Grafik und dem Titel »Keine Befreiung der Frau ohne die Befreiung Palästinas«. In zwei Textkacheln heißt es wörtlich: »Seit Samstag (dem 7. Oktober – Red.) werden wir Zeug:innen des lebendigen Widerstands.«

Die islamistische Hamas habe jedoch kein Interesse daran, »das Patriarchat zu zerschlagen«. Deswegen sei es umso wichtiger, »fortschrittliche« Kräfte wie die säkulare PFLP zu stärken. Eine »Befreiung Palästinas«, schreiben die Aktivistinnen von ZORA Berlin, sei Voraussetzung für die Befreiung palästinensischer Frauen vom »Siedlerkolonialismus«.

Die nach dem Sechstagekrieg 1967 gegründete PFLP, die »Volksfront zur Befreiung Palästina« ist seit 2003 innerhalb der Europäischen Union als verbotene terroristische Vereinigung gelistet.

<em>Bei der Besetzung des Hörsaals an der FU am vergangenen Donnerstag hing auch ein Plakat mit dem Logo von ZORA </em>

ZORA-Aktivistinnen nehmen regelmäßig an antiisraelischen Protestaktionen in Berlin teil, so auch an der Hörsaal-Besetzung an der Freien Universität Berlin letzte Woche. Sie haben sich, so der Tagesspiegel, mit der marxistisch-leninistischen Gruppierungen wie »Young Struggle« vernetzt.

ZORA sieht sich selbst als »unabhängige, antikapitalistische Organisation für junge Frauen«. Die Vergewaltigungen israelischer Frauen durch Hamas-Mitglieder und andere am 7. Oktober werden von ZORA aber nicht thematisiert. mth

Kiev

Israelischer Unternehmer klagt gegen Selenskyj

Timur Mindich reicht Klage gegen ein Präsidialdekret ein, mit dem persönliche Sanktionen gegen ihn verhängt worden waren

 21.05.2026

Sachsen-Anhalt

Szenario: Gegängelte Bildung, mehr rechte Gewalt mit AfD-Regierung

Laut Umfragen könnte die AfD im September in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommen. Was das für Auswirkungen hätte, hat die Amadeu Antonio Stiftung skizziert

von Lukas Philippi  21.05.2026

Meinung

Iranischer Staatsterror: Zeit zu handeln, Herr Bundeskanzler!

Die Islamische Revolutionsgarde des Iran wollte den Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft zufolge Josef Schuster und Volker Beck ermorden lassen. Das darf nicht ohne Konsequenzen bleiben

von Michael Thaidigsmann  21.05.2026

Berlin

Zentralrat der Juden distanziert sich von Itamar Ben-Gvir

Ein Video des rechtsextremen israelischen Ministers sorgt weltweit für Empörung. Auch die Vertretung der Juden in Deutschland äußert sich

 21.05.2026

Hamburg

Teheraner Regime soll Ermordung von Josef Schuster geplant haben

Das iranische Mord-Komplott richtete sich auch gegen den Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck

 21.05.2026 Aktualisiert

Berlin

Zentralrat startet Initiative gegen Antisemitismus im Fußball

Slogans wie »Aus Liebe zum Spiel. Gegen Antisemitismus« sowie »Mitfiebern. Gegen Antisemitismus« sollen zum DFB-Pokalfinale auf digitalen Werbetafeln zu sehen sein

 21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026

Nahost

Strategische Oberhand

War der Krieg gegen das iranische Regime ein Fehlschlag? Eine Analyse

von Michael Wolffsohn  21.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026