Berlin

Mann wegen antisemitischer und rechtsextremer Parolen in Gewahrsam

Polizeiwagen Symbolbild
Foto: imago images/Jan Huebner

Ein 60-Jähriger ist am Sonntagabend in Berlin-Reinickendorf nach einem Nachbarschaftsstreit wegen antisemitischer und nationalsozialistischer Parolen vorübergehend festgenommen worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, entblößte der Tatverdächtige dabei auch sein Gesäß und streckte es einer Frau und einem Mann entgegen, mit denen er sich gestritten haben soll.

Gegenüber den Einsatzkräften äußerte er laut Pressemitteilung der Polizei, »dass ihm die geltenden Gesetze und Verordnungen der Bundesrepublik Deutschland gleichgültig seien«. Dabei habe er den sogenannten Hitlergruß gezeigt sowie lautstark eine Nazi-Parole und eine judenfeindliche Beleidigung gerufen. Auch gegenüber den Einsatzkräften habe er sich beleidigend geäußert.

Schlichtungsversuche der Ehefrau »des mutmaßlichen Schreihalses« seien ohne Erfolg geblieben. Wegen seines aggressiven Auftretens sei der Mann über Nacht bis Montagfrüh im Polizeigewahrsam geblieben. epd

Analyse

Die Wahl bringt keinen klaren Sieger hervor - was nun?

Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Doch die richtungsweisende Wahl in Israel ergab zunächst kein klares Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter?

von Sara Lemel  27.10.2026

Debatte

Linke vertagt Entscheidung um Vanessa Emde

Die Berliner Linke ringt seit Wochen um den richtigen Umgang mit einer israelfeindlichen Abgeordneten. Nach einer Fraktionssitzung wurde wieder keine Lösung präsentiert

 27.10.2026

Berlin

Volker Beck zur Wahl: Regierungswechsel wäre gut für Israel

Der Urnengang entscheidet über die politische Zukunft von Benjamin Netanjahu. Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft argumentiert, der Regierungschef habe viel Vertrauen verspielt

 27.10.2026

Beate Zschäpe im Jahr 2021 in ihrem Prozess

Rechtsextremismus

Gericht: NSU-Terroristin Zschäpe soll bis mindestens 2035 in Haft bleiben

Beate Zschäpe wollte vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Das Gericht sagt Nein. Doch die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig

von Christoph Trost  27.10.2026

Berlin

Medienberichte über Israel auf dem Prüfstand

Wie weit klaffen Berichterstattung und Realität auseinander? Darüber ist am Freitag ist ein ganztägiger »Fachaustausch« an der Technischen Universität geplant

 27.10.2026

Ron Prosor

Interview

Ron Prosor: »Der linke Antisemitismus ist der gefährlichste«

Israels Botschafter in Deutschland über Brandmauern gegen Antisemitismus, die Regierungsbildung in Berlin und die Wahlen in Israel

von Bernward Loheide  27.10.2026

Teheran

Irans Generation Z kämpft um ihre Zukunft

Sie sind 17, sprechen über Krieg und denken ans Auswandern. Darja und Negin gehören zu einer Generation, die den Iran verändert, aber an der eigenen Zukunft dort zweifelt

von Arne Bänsch  27.10.2026

Dementi

Trump bestreitet Gespräche über weitere Wahlempfehlung für Netanjahu

Hat Israels Ministerpräsident den amerikanischen Präsidenten um mehr Unterstützung im Wahlkampf gebeten oder nicht?

 27.10.2026

Analyse

Israel hat die Wahl

Der jüdische Staat stimmt heute über eine neue Knesset ab. Alles deutet auf eine Richtungsentscheidung hin

von Guy Katz  27.10.2026 Aktualisiert