Sydney

Warum ein Neonazi in Australien »Mein Kampf« im Gefängnis lesen darf

Foto: picture alliance / AP Photo

Ein Gericht in Australien hat einem angeklagten Neonazi zur Vorbereitung seiner Verteidigung den Zugang zu Adolf Hitlers »Mein Kampf« erlaubt.

Der Angeklagte hatte sich beim Gericht in Ballarat beschwert, weil seine Ausgabe des Buches von der Gefängnisverwaltung beschlagnahmt worden war, wie der australische Sender ABC berichtet. Die Verhandlung gegen den 33-Jährigen sollte heute beginnen.

Lesen Sie auch

Dem Neuseeländer wird vorgeworfen, vor zwei Jahren eine Gruppe von etwa 30 Rechtsextremisten bei einer unerlaubten Kundgebung angeführt zu haben. Sie sollen in einem Park der Stadt Ballarat - 120 Kilometer nordwestlich der Metropole Melbourne - rassistische Parolen skandiert haben.

Vor allem in Sydney und Melbourne machen rechtsextreme Gruppen immer wieder öffentlich Stimmung gegen Juden und sexuelle Minderheiten. Für Entsetzen sorgte etwa 2023 die öffentliche Feier von Adolf Hitlers Geburtstag im Melbourner Restaurant »The Bavarian«. kna

Interview

»Mein Traum: eine Synagoge ohne Security«

Rabbiner Pinchas Goldschmidt über die Tagung der Europäischen Rabbinerkonferenz, Proteste im Iran und Israel

 04.02.2026

Margaritis Schinas

»Es gibt keine EU-Sanktionen gegen Israel«

Der ehemalige Vizepräsident der EU-Kommission ist zuversichtlich, dass das Verhältnis zwischen der Europäischen Union und Israel repariert werden kann

von Michael Thaidigsmann  04.02.2026

Australien

Ex-Uni-Mitarbeiterin wegen antisemitischer Tirade vor Gericht

»Ihr seid verdammte, schmutzige Zionisten« soll Rose Nakad jüdischen Studenten zugerufen haben

 04.02.2026

Australien

Poster mit Konterfei des Bondi-Beach-Attentäters aufgetaucht

Die Plakate seien »tief beleidigend« und eine Missachtung der Kunst, sagt Melbournes Bürgermeister Nicholas Reece

 04.02.2026

Israel

Die halbe Wahrheit

Deutschlands Medien und der Gaza-Krieg: Wie aus ungeprüften Zahlen der Terrororganisation Hamas plötzlich Gewissheiten werden – ganz ohne kritische Einordnungen

von Philipp Peyman Engel  04.02.2026

Berlin

Ahmed Abed weist Antisemitismus-Vorwürfe zurück

Der Kandidat der Linken für das Amt des Bezirksbürgermeisters von Neukölln nennt angebliche Menschenrechtsverletzungen durch Israel in Gaza und sagt, es sei legitim, diese anzusprechen

 04.02.2026

Dresden

Im Landtag: AfD-Abgeordneter festgesetzt

Polizeibeamte führten den Abgeordneten Jörg Dornau aus dem Plenarsaal und befragten ihn

 04.02.2026

Jerusalem

Machado wirbt für Neustart der Beziehungen zwischen Venezuela und Israel

Das Gespräch der venezolanischen Oppositionsführerin mit Außenminister Gideon Sa’ar steht im Zeichen eines möglichen politischen Neuanfangs in ihrem Land

 04.02.2026

Düsseldorf

Antisemitismus an Hochschulen: Forscher fordert mehr Aufklärung

Der Leiter der Zentralen Beratungsstelle zu Antisemitismus an Hochschulen in NRW fordert außerdem, Studentenvertretungen Mittel zu entziehen, wenn sie antisemitische Inhalte verbreiten

 04.02.2026