BDS

Volker Beck fordert klare Signale der katholischen Laienorganisation

Volker Beck Foto: Marco Limberg

Der Grünen-Politiker und Lehrbeauftragte der Ruhr-Universität Bochum, Volker Beck, hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) aufgefordert, seine Position zur antiisraelischen Boykottbewegung BDS klarzustellen.

Anlass ist ein Tweet, in dem der ZdK-Generalsekretär Marc Frings am Mittwoch vergangener Woche schrieb: »Großartig, wie Initiative GG 5.3 Weltoffenheit BDS zurück auf die Agenda gebracht hat.« Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages habe gesprochen. Das sei ein wichtiges Signal, auch an die Städte, so Frings in dem Tweet. »Der weltweite Schaden und das öffentliche Klima lassen sich aber nicht mehr zurückdrehen.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Unserer Zeitung sagte Beck: »Das ZdK muss angesichts der Umtriebe seines Generalsekretärs klären, wie es zu BDS und zum Antijudaismus des Kairos-Palästina-Dokument steht. Es darf keine Halbheiten geben.« Er hoffe, dass es hier zu klaren Signalen der katholischen Laienorganisation komme.

wortmeldung In einem Meinungsbeitrag in der Tageszeitung »Die Welt« hatte Beck bereits am Freitag die Wortmeldung des ZdK-Generalsekretärs kritisiert und geschrieben, das Zentralkomitee müsse sich fragen lassen, »wie seine Haltung zum jüdischen und demokratischen Staat und zu den Jüdinnen und Juden ist«. Zugleich hatte er das Kairos-Palästina-Dokument von 2009 als theologisch wie politisch inakzeptabel bezeichnet.

Der Initiative »GG 5.3 Weltoffenheit« hatten sich Vertreter mehrerer Deutscher Kultureinrichtungen angeschlossen. In einer gemeinsamen Erklärung kritisierten sie einen Bundestagsbeschluss, in dem das Parlament die BDS-Kampagne und den Aufruf zum Boykott verurteilt. Dies sei als politische Meinungsäußerung ohne rechtliche Wirkung zu verstehen, geht nun aus einer aktuellen Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages hervor. ja

Stuttgart

Prozess um Palästina-Aktivisten: Angeklagte in Saal getragen

Am dritten Verhandlungstag weigern sich die Angeklagten erneut, hinter dem Sicherheitsglas Platz zu nehmen – und werden von Justizbeamten in den Saal getragen

 20.05.2026

Interreligiöser Dialog

Evangelische Kirche und Zentralrat der Juden wollen mehr Austausch

Evangelische Kirche und Zentralrat der Juden wollen sich intensiver austauschen. Am Mittwoch kamen Delegationen in Berlin zusammen, um einen festen Turnus festzulegen

 20.05.2026

Köln

Verfassungsschutz darf »Jüdische Stimme« als extremistisch einstufen

Der Verein hetze »kontinuierlich gegen den Staat Israel«, urteilte das Verwaltungsgericht Köln – und entschied anders als zuvor Berliner Richter

 20.05.2026

Zivilgesellschaft

»Beschränkt«: Für Brot für die Welt ist Deutschland nur drittklassig

Die evangelische Hilfsorganisation hat ihren jährlichen Bericht »Atlas der Zivilgesellschaft« vorgelegt. Er kommt zu einem vernichtenden Urteil für Deutschland - und für Israel

von Michael Thaidigsmann  20.05.2026

New York

Drahtzieher gefasst?

In den USA sitzt der Iraker Mohammad al-Saadi in Haft, der hinter der jüngsten Terrorserie gegen jüdische Ziele in Europa stecken soll

von Michael Thaidigsmann  20.05.2026

Antisemitismus

RIAS registriert weiterhin hohes Maß an antisemitischen Vorfällen

Von einer weiteren Enthemmung antisemitischer Ausdrucksformen im öffentlichen Raum ist im neuen Jahresbericht die Rede

 20.05.2026 Aktualisiert

New York/Teheran

Bericht: Israel und USA wollten Ahmadinedschad wieder an die Macht bringen

Ahmadinedschad sei in die Überlegungen eingeweiht gewesen, heißt es in einem Zeitungsbericht

 20.05.2026

Washington D.C.

»Wir sind bereit«: Vance verteidigt Iran-Kurs der USA

»Das ist kein ewiger Krieg. Wir werden unsere Aufgaben erledigen und nach Hause zurückkehren«, sagt der amerikanische Vizepräsident

 20.05.2026

Berlin

»Ein leuchtendes Beispiel«

Jüdische Gemeinde Chabad zeichnet die First Lady Elke Büdenbender für ihr Engagement zur Stärkung jüdisches Lebens in Deutschland aus

 20.05.2026