München

Unions-Vertreter vereinbaren Netzwerk gegen Antisemitismus

Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Landtag Foto: picture alliance/dpa

Die bayerische CSU-Fraktion sowie die CDU-Fraktionen von Thüringen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Bremen haben ein länderübergreifendes Netzwerk gegen Judenhass und Extremismus beschlossen. Ziel sei ein starkes Zusammenwirken gegen Antisemitismus nicht nur in der Exekutive, sondern auch in den Landesparlamenten, hieß es am Montag in einer Mitteilung der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag.

Die Vorsitzenden der Fraktionen vereinbarten bei ihrem Treffen im Bayerischen Landtag, sich dafür einzusetzen, dass Polizei, Sicherheitsbehörden und Beteiligte in der Prävention noch enger zusammenarbeiten könnten, um antisemitische Umtriebe frühzeitig zu erkennen und zu stoppen. Man wolle Gremien wie den kürzlich gegründeten bayerisch-israelischen Freundeskreis im Bayerischen Landtag länderübergreifend vernetzen, sagte der Vorsitzende der CSU-Fraktion, Klaus Holetschek.

Polizei, Sicherheitsbehörden und Beteiligte in der Prävention sollen noch enger zusammenarbeiten

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, Guido Heuer, sagte, der Schutz jüdischen Lebens müsse in Sachsen-Anhalt und Deutschland »mit allen Mitteln des Rechtsstaats durchgesetzt werden«. »Wir stellen uns dem Antisemitismus von links und rechts konsequent entgegen.« Insbesondere für die ostdeutschen Bundesländer sei es von entscheidender Bedeutung, »dass diese Ideologie niemals in Regierungsverantwortung kommt«, sagte Heuer.

Andreas Bühl, Vorsitzender der CDU-Fraktion sowie des Freundeskreises Israel im Thüringer Landtag, sagte, das neue Netzwerk sei ihm »ein Herzensanliegen«. Im Kampf gegen Antisemitismus wolle der Freundeskreis Israel im Thüringer Landtag künftig enger mit dem bayerisch-israelischen Freundeskreis im dortigen Landtag zusammenarbeiten. epd 

Berlin

Tausende Straftaten bei israelfeindlichen Demonstrationen

Gewalt- und Propaganda-Delikte sowie Volksverhetzung in Hunderten Fällen wurden registriert

 27.03.2026

Berlin

Demonstration gegen Auftritt von Francesca Albanese

»Wer das Existenzrecht Israels delegitimiert und Gräueltaten rechtfertigt, darf in Berlin keine unwidersprochene Bühne erhalten«, sagen die Organisatoren der Kundgebung

von Imanuel Marcus  27.03.2026

Essay

Keine Empathie für Israel, nirgends

Was mich an der deutschen Reaktion auf den Iran-Krieg irritiert

von Ralf Fücks  27.03.2026

Kommentar

Wie mit dem Völkerrecht Israel delegitimiert wird

Der Angriff auf den Iran sei eindeutig völkerrechtswidrig, sagen zahlreiche Experten. Sie machen es sich zu einfach. Denn es spricht viel dafür, dass Israel ein Recht auf präventive Selbstverteidigung hat

von Monika Polzin  27.03.2026

Berlin

Antisemitischer Angriff in Prenzlauer Berg

Das Opfer schrieb hebräische Texte in ein Buch. Der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts ermittelt

 27.03.2026

Analyse

Ist das wirklich nicht unser Krieg?

Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur ein Albtraum für Israel, sondern auch eine reale Bedrohung für Europa

von Roman Haller  27.03.2026

Jüdischer Wahlkämpfer

»Wer nicht kämpft, hat schon verloren«

David Rosenberg über den Wahlkampf in Rheinland-Pfalz, die Niederlage seiner Partei und warum er sich gerade als junger Jude weiter politisch engagieren will

von Mascha Malburg  27.03.2026

Debatte

Felix Klein: »Kufiyas in Buchenwald« sind Provokation

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung äußert sich empört über die geplanten Proteste zum 81. Jahrestag der Befreiung des NS-Konzentrationslagers Buchenwald mit Bezug auf den Nahost-Konflikt

 27.03.2026

Berlin

Wadephul: Direkte Gespräche zwischen USA und Iran geplant

Der Außenminister trifft sich mit seinen G7-Kollegen, um über eine gemeinsame Linie für ein Ende des Iran-Krieges zu beraten. Ihm zufolge gibt es »Zeichen der Hoffnung«

 27.03.2026