Washington D.C./Teheran

Trump droht Iran wegen Huthi

Präsident Donald Trump Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran wegen der mit ihm verbündeten Huthi mit deutlichen Worten. Jeder Schuss, der von den Terroristen abgefeuert werde, werde von nun an als ein Schuss angesehen, der von den Waffen und der Führung des Iran abgefeuert worden sei, schrieb Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social.

»Der Iran wird dafür verantwortlich gemacht werden und die Konsequenzen tragen, und diese Konsequenzen werden schrecklich sein!« Der Iran spiele »das unschuldige Opfer« außer Kontrolle geratener Terroristen. Stattdessen diktiere Teheran aber jeden Schritt der Huthi.

Zuvor hatten das iranische Außenministerium sowie die Revolutionsgarden (IRGC) auf erste Warnungen der USA mit heftigen Gegenmaßnahmen gedroht. »Der Iran wird jegliche Aggression der USA konsequent erwidern«, sagte IRGC-Kommandeur Hussein Salami. In ähnlicher Weise äußerte sich auch der Sprecher des Außenministeriums, Ismail Baghaei.

Hamas, Hisbollah und Huthi

Nach Darstellung beider hat der Iran keinen Einfluss auf die Huthi-Terroristen. Diese handelt ihnen zufolge unabhängig. Salami und Baghaei wandten sich gegen jegliche Einmischung der USA in die iranische »Nahostpolitik«. Seit Jahren überzieht Teheran Israel über seine von ihm finanzierten Stellvertreter Hamas, Hisbollah und Huthi mit Terror und Kriegen.

Lesen Sie auch

Das US-Militär greift auf Befehl von Trump seit Samstag erneut Ziele der Huthi an, die die Hauptstadt Sanaa und andere Regionen im Jemen beherrschen. Nach Huthi-Angaben wurden dabei mindestens 53 Menschen getötet. Zudem flohen führende Huthi-Mitglieder aus Sanaa. Sie wurden angewiesen, öffentliche Plätze zu meiden.

Freiheit der Schifffahrt

Die USA wollen die Angriffe nach Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth erst einstellen, wenn die Miliz ihrerseits die Attacken auf die Schifffahrt beendet. Die Huthi hatten vor wenigen Tagen angekündigt, diese Angriffe auf Schiffe im Roten Meer wieder aufzunehmen. Sie wollen damit nach eigenen Angaben ein Ende der Blockade des Gazastreifens durch Israel erreichen.

UN-Generalsekretär António Guterres forderte nach Angaben eines Sprechers die uneingeschränkte Freiheit der Schifffahrt im Roten Meer. Die Vereinten Nationen riefen zu äußerster Zurückhaltung und zur Einstellung aller militärischen Aktivitäten auf.

Jede weitere Eskalation könnte die regionalen Spannungen verschärfen, Vergeltungsmaßnahmen auslösen, die den Jemen und die Region weiter destabilisierten und die ohnehin schwierige humanitäre Lage im Land ernsthaft gefährdeten. dpa/ja

Debatte

Völkerrecht und Iran-Krieg: Merz spricht von einem Dilemma

Es sei nicht der Moment, »unsere Partner zu belehren«, sagt der Kanzler zu den Angriffen der USA und Israels gegen den Iran. Verurteilungen und Sanktionen hätten gegen Teheran wenig ausgerichtet

 01.03.2026

Krieg

Schwere Explosionen erschüttern Teheran

Im Norden der iranischen Hauptstadt zittern die Wände, als schwere Explosionen zu hören sind. Ziel der neuen Angriffe sollen staatliche Einrichtungen sein

 01.03.2026

Krieg

Israels Militär: Führungsspitze der »Achse des Terrors« ausgeschaltet

Für das israelische Militär ist die Tötung des iranischen Staatsführers Chamenei ein wichtiger Erfolg - und Höhepunkt der gezielten gewaltsamen Beseitigung von Bedrohungen Israels

 01.03.2026

Jerusalem/Washington

Israels Generalstabschef Ejal Zamir: »Viele weitere Tage des Kampfes liegen vor uns«

Auch US-Präsident Trump gibt eine Schätzung ab, wie lange die Kämpfe weitergehen könnten

 01.03.2026

Iran

Trump: »Sie wollen reden, also werden wir reden«

Nach dem gemeinsamen Angriff der USA und Israel auf den Iran hat sich der amerikanische Präsident gesprächsbereit gezeigt

 01.03.2026

Iran

IDF: Chamenei war der Letzte auf der Terroranführer-Liste des 7. Oktober

Die israelische Armee hat bekannt gegeben, dass mit Chamenei der letzte der für die Massaker des 7. Oktober verantwortlichen Anführer eliminiert sei

 01.03.2026

Sicherheitslage

Merz sieht keine »sehr große Gefährdung« in Deutschland

Der Bundeskanzler versichert: »Wir werden antisemitische oder antiamerikanische Angriffe auf deutschem Boden nicht dulden«

 01.03.2026

Krieg zwischen Iran und Israel

»Als sich das Blatt wendete«

Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt zum Tod von Ali Chamenei: »Dies ist der Moment, auf den das iranische Volk seit einem halben Jahrhundert gewartet hat«

 01.03.2026

Krieg

Schiffe vor Küste Omans angegriffen

Der Öltanker »Skylight« soll etwa neun Kilometer vor der omanischen Küste bei Musandam getroffen worden sein

 01.03.2026 Aktualisiert