Berlin

Toter an U-Bahnhof - zwei Männer aus Gaza und Libanon in U-Haft

Foto: picture alliance / Global Travel Images

Nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes am U-Bahnhof Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg sind zwei Tatverdächtige gefasst worden. Auch Spezialeinsatzkräfte und Zielfahnder waren im Einsatz. Gegen die 18 und 23 Jahre alten Männer ergingen Haftbefehle wegen Mordes, wie die Polizei mitteilte. Beide sitzen in Untersuchungshaft. 

Am 22. Juni war ein 26-Jähriger mit Stichverletzungen tot auf dem Zwischendeck des U-Bahnhofes gefunden worden. Der Mann mit tunesischer Staatsangehörigkeit soll zuvor auf dem Bahnsteig der U8 aus einer Gruppe heraus angegriffen worden sein. Das Kottbusser Tor ist seit Jahrzehnten als Kriminalitäts-Schwerpunkt bekannt. 

Einsatzkräfte der Polizei nahmen den 23 Jahre alten Verdächtigen in der Nacht auf den 30. Juni in Kreuzberg fest, als sie eine Gruppe wegen des Verdachts des illegalen Drogenhandels überprüften. Er ist laut Generalstaatsanwaltschaft im Gazastreifen geboren und damit ist seine Staatsangehörigkeit ungeklärt.

Der 18 Jahre alte Verdächtige, der Libanese ist, sei heute mithilfe von Zielfahndern des Landeskriminalamtes und von Kräften des Spezialeinsatzkommandos in seiner Wohnung gefasst worden. dpa

Kommentar

Ein Tag der Schande

Die Linkspartei, SPD und Grüne haben ihre Sondierungen beendet. Nun wollen sie in Berlin eine Regierung bilden

von Philipp Peyman Engel  17.10.2026

Berlin

Remmo: Koçak hat bei mir im Büro gesessen

Wie eng war der Kontakt des Linken-Bundestagsabgeordneten Koçak zur Großfamilie Remmo? Nach der Berliner Wahl kamen Chatnachrichten ans Licht, die er als Fehler bezeichnete. Gab es auch ein Treffen?

 16.10.2026

Berliner Sondierungen

Özdemir: Berliner Linke hat sich »radikalisiert«

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir schaut mit Sorge auf die politischen Geschehnisse in der Bundeshauptstadt. Seiner Ansicht nach hat sich die Berliner Linke radikalisiert

 16.10.2026

Meinung

Keine Wahlen in Palästina: Armutszeugnis für den Westen

Mahmud Abbas hat die Wahlen in den Palästinensergebieten erneut um ein Jahr verschoben und bricht damit seine Zusagen. Wann zieht man in Europa endlich Konsequenzen?

von Jacques Abramowicz  16.10.2026

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

Rede des Bundesratspräsidenten

Bovenschulte zu AfD-Verbot: »Prüfen heißt nicht verbieten«

Seine letzte Rede als Bundesratspräsident nutzt Andreas Bovenschulte für einen Appell. Es geht darum, wie weit die Demokratie im Umgang mit der AfD gehen sollte – und warum kein Fehler passieren darf

 16.10.2026

München

Oberrabbiner Goldschmidt: »Wir können nicht immer wegrennen«

Jüdisches Leben in Europa hat eine Zukunft, aber nicht von allein. Dafür braucht es nach den Worten des Oberrabbiners Pinchas Goldschmidt Partner in den Regierungen und in der Zivilgesellschaft

von Barbara Just  16.10.2026

Meinung

Die Berliner Linke und ihr DDR-Vorleben

Linker Antisemitismus, Israelfeindschaft und Genozid-Vorwurf – all das gab es bereits in der DDR unter dem Regime der Linkspartei-Vorläuferin SED

von Steffen Alisch  16.10.2026

Staatsanwaltschaft

Der Bundestag hebt die Immunität von SPD-Abgeordnetem Adis Ahmetovic auf

Ermittler durchsuchen sein Büro und Wohnungen wegen des Verdachts verbotener Absprachen

von Leonard Fischer  16.10.2026

Annäherung

Warum die FPÖ auf ein Gütesiegel aus Israel hofft - Österreichs Rechte knüpfen Verbindungen zum Likud

Noch stehen in Österreich keine Wahlen an. Dennoch will die rechte FPÖ ihr aktuelles Umfrage-Hoch mit einer Strategie untermauern, die verwundert: Die einstige Altnazi-Partei sucht Unterstützung aus Israel

von Markus Schönherr  16.10.2026