Nahost

Tausende erinnern an Schicksal der Hamas-Geiseln

Am »Geiselplatz« in Tel Aviv erinnerten Demonstranten an die Geiseln in Gaza, die sich seit 500 Tagen in der Gewalt des palästinensischen Terrors befinden. Foto: Copyright (c) Flash90 2025

Tausende Demonstranten haben im Zentrum von Tel Aviv an das Los der Geiseln erinnert, die sich seit 500 Tagen in der Gewalt der Terrorgruppe Hamas im Gazastreifen befinden.

Sie forderten die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf, Verhandlungen über die zweite Phase der geltenden Waffenruhe im Gaza-Krieg zu führen, in der alle noch lebenden Geiseln freikommen sollen, berichteten israelische Medien.

Die Organisatoren der Kundgebung spielten auch ein Video ein, das die Botschaft einer erst vor Kurzem freigelassenen Geisel erhielt. Er habe 498 Tage in Gefangenschaft verbracht, sage der am Samstag aus Gaza zurückgekehrte Iair Horn: »Ich war in den Tunnels der Hamas. Mein Körper hielt dieser Gefangenschaft stand, aber ich sage euch, die Geiseln haben nicht mehr viel Zeit.«

Lesen Sie auch

»Holt sie aus der Hölle«

Das Forum der Angehörigen der Entführten hatte für den Montag, den 500. Tag der Gefangenschaft der Geiseln, unter dem Motto »Holt sie aus der Hölle« zu Kundgebungen und einem Tag des Fastens aufgerufen. Der Protesttag begann mit der Blockade mehrerer zentraler Straßen im ganzen Land.

Rund 200 Menschen marschierten zur Residenz von Netanjahu in Jerusalem. Bis zum Abend schwoll die Menge dort auf mehr als 1000 Menschen an, berichtete die Tageszeitung »Haaretz«.

73 Geiseln werden noch im Gazastreifen festgehalten, wobei 36 davon wohl nicht mehr am Leben sind. Die Massaker der Hamas und anderer Terroristen aus Gaza auf den Süden Israels am 7. Oktober 2023 war Auslöser des Gaza-Kriegs. dpa/ja

Skopje

NATO-Chef Rutte befürwortet Angriffe auf Iran

Mark Rutte ist deutlich: Der Iran als »Exporteur von Chaos« bedroht laut ihm nicht nur Israel. Auch zur Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei hat er eine klare Meinung

 03.03.2026

Nahost

Mehrere Verletzte bei neuen Raketenangriffen auf Israel

Wegen iranischer Raketen müssen zahlreiche Menschen in Israel erneut Schutz suchen. Durch herabgefallene Raketen- und Trümmerteile gibt es Schäden - und Verletzte

 03.03.2026

Berlin

CSU-Landesgruppenchef: »Alles besser als dieses Regime«

Gegen den israelisch-amerikanischen Iran-Krieg werden auch viele Einwände wegen einer fehlenden völkerrechtlichen Grundlage laut. Von der CSU kommt Widerspruch

 03.03.2026 Aktualisiert

Nahost

Israel greift Gremium zur Wahl von Chamenei-Nachfolger an

In dem angegriffenen Gebäude in der Stadt Qom sollen sich ranghohe Geistliche zur Beratung versammelt haben. Unklar ist bisher, wer genau vor Ort war

 03.03.2026

Ehrung

Bundesfamilienministerin Prien erhält Israel-Jacobson-Preis

Der Israel-Jacobson-Preis zeichnet alle zwei Jahre Menschen aus, die sich besonders um die Stärkung jüdischen Lebens in Deutschland verdient machen. Jetzt wird Bundesfamilienministerin Karin Prien damit ausgezeichnet

 03.03.2026

Nahost

Iran-Krieg: Wer greift wo an und warum?

Raketenalarm, Explosionen, Brände, abgestürzte Militärjets: Seit Beginn des Krieges gegen den Iran überschlagen sich in vielen Ländern im Nahen Osten die Ereignisse. Ein Überblick

von Johannes Sadek, Arne Bänsch, Cindy Riechau  03.03.2026

Washington D.C.

Trump greift erneut früheres Iran-Atomabkommen scharf an

Der US-Präsident bezeichnet die Vereinbarung als »gefährlich« und verteidigt seinen Ausstieg. Das Abkommen habe Teheran einen »legitimen Weg« zur Bombe eröffnet, sagt er

 03.03.2026

Madrid

Spanien sperrt Militärbasen für USA: Washington und Jerusalem erzürnt

Mit einem »Nein« zieht sich die Regierung Sánchez den Zorn internationaler Partner zu. US-Tankerflugzeuge stehen jetzt in Ramstein, anstatt in Süd-Spanien

 03.03.2026

Analyse

Warum die Golfstaaten nicht zurückschlagen

Raketen über Dubai, Drohnen über Doha: Irans Angriffe bringen die Golfstaaten in ein Dilemma. Wie lange können sie noch abfangen, ohne selbst zur Kriegspartei zu werden?

von Arne Bänsch, Johannes Sadek  03.03.2026