Bayern

Synagoge in Oberfranken beschädigt

Die Synagoge von Ermreuth hat einen Leuchter in Form eines Davidsterns. Foto: picture alliance / imageBROKER

In Ermreuth, einem Ortsteil von Neunkirchen am Brand, ist eine Fensterscheibe der örtlichen Synagoge zerstört worden. Nach Angaben der Behörden fiel einer Spaziergängerin der Schaden auf, als sie am Neujahrsmorgen an dem Gebäude in der Wagnergasse vorbeilief.

Einer gemeinsamen Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberfranken und der Staatsanwaltschaft Bamberg zufolge wurde die Scheibe vermutlich in der Silvesternacht beschädigt. Es handelt sich um ein Fenster direkt neben dem Eingang des jüdischen Gotteshauses.

zeugen In Kooperation mit der Staatsanwaltschaft hat die Kriminalpolizei im nahe gelegenen Bamberg die Ermittlungen aufgenommen. Die lokale Bevölkerung wurde um Mithilfe gebeten. Mögliche Zeugen, die in der Silvesternacht entsprechende Beobachtungen gemacht haben könnten, wurden gebeten, sich zu melden.

An Aussagen zur Entstehung des Schadens sind die Ermittler ebenso interessiert wie an Angaben zu verdächtigen Personen, die Bewohnern aufgefallen sein und als Täter infrage kommen könnten.

Pressesprecher Rainer Erfurt vom zuständigen Polizeipräsidium Oberfranken teilte der Jüdischen Allgemeinen mit, die Ermittlungen hätten gerade erst begonnen. Für Ergebnisse sei es daher noch zu früh. Weder in Ermreuth noch im Regierungsbezirk Oberfranken seien Probleme mit Judenhass bekannt, »weder in der Vergangenheit noch aktuell«.

New York

Die US-Linke ist besessen von Palästina – nun frisst die Revolution ihre eigenen Kinder

Zohran Mamdanis Aufstieg hat in der Demokratischen Partei einen Linksruck ausgelöst. Längst ist der Bürgermeister der US-Metropole mit seiner zweifelhaften Anti-Israel-Rhetorik zur Ikone der Palästina-Bewegung in Amerika geworden. Nun wird er Teilen des eigenen Lagers zu weich

von Jan Klauth  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

9. November

Bautzen erinnert an Novemberpogrome 1938

Der Bautzener Kornmarkt war Schauplatz der Novemberpogrome von 1938. Eine temporäre Installation soll am authentischen Ort an NS-Opfer erinnern

 13.10.2026

Großbritannien

Premier Burnham: Iran steckt hinter geplantem Angriff auf US-Militärbasis

Mehrere Männer werden verdächtigt, einen Anschlag auf einen Militärstützpunkt in Großbritannien geplant zu haben. Nun sagt der britische Premier: Das waren die iranischen Revolutionsgarden

 13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Berlin

Jüdische Kulturtage müssen Hauptausstellung absagen

Wegen einer Finanzierungslücke fällt die Ausstellung aus. Die Jüdische Gemeinde kritisiert die Förderentscheidung des Senats

 12.10.2026

Mitglieder der JSUD vor dem Eingang zum Synagogenhof der Jüdischen Gemeinde Halle

Sachsen-Anhalt

So instrumentalisiert die AfD den Eklat von Halle

AfD-Rechtsaußen Hans-Thomas Tillschneider geriert sich als Opfer »fanatisierter Studenten«. Eine Einordnung

von André Anchuelo  12.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026