Pandemie

Studie: Zusammenhang von AfD-Wahlergebnissen und Corona-Inzidenzen

Foto: picture alliance / ZB

Jenaer Wissenschaftler stellen in einer Studie einen Zusammenhang zwischen den Wahlergebnissen der AfD und den Corona-Fallzahlen her. Das Zweitstimmenergebnis der rechten Partei bei der Bundestagswahl 2017 korreliere mit den Fallzahlen der ersten und zweiten Pandemiewelle 2020 sowohl für Ost- als auch für Westdeutschland, heißt es auf der Webseite des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) Jena.

An der Studie, über die der MDR am Freitag zuerst berichtete, waren auch Wissenschaftler der Universität Bielefeld sowie ein Epidemiologe des Helmholtz Zentrums München beteiligt.

Trotz der Berücksichtigung einer Vielzahl weiterer Merkmale wie etwa Altersstruktur, wirtschaftliche Situation, Mobilität, Grenzregion sei der Zusammenhang zwischen AfD-Wahlergebnissen und Inzidenzen bestehen geblieben. Deshalb könnten diese zahlreichen weiteren Faktoren als alternative Erklärungen ausgeschlossen werden.

Für ihre Untersuchung analysierten die Wissenschaftler die beiden Infektionswellen des Jahres 2020 für alle 401 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Ähnliche Korrelationen wie zwischen den AfD-Wahlergebnissen und den Inzidenzen in den Regionen ließen sich für keine der anderen im Bundestag vertretenen Parteien erkennen.

Allerdings hätten Analysen der Zweitstimmenanteile rechtsextremer Kleinparteien zu den Bundestagswahlen 2005 und 2013 bereits ähnliche positive Effekte auf die Inzidenz-Entwicklungen ergeben, »was auf eine hohe Persistenz (Fortbestehen) politischer und demokratischer Distanz in Teilen dieser Regionen hinweist«, heißt es. epd

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