Judenhass an Unis

Stark-Watzinger fordert Konsequenzen

Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger Foto: picture alliance / Metodi Popow

Angesichts des mutmaßlichen Angriffs auf einen jüdischen Studenten in Berlin hat Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger Universitäten zu einem konsequenten Durchgreifen aufgerufen. Antisemitismus müsse klare Konsequenzen haben, sagte die FDP-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch).

»Hochschulleitungen müssen daher von allen ihnen rechtlich zustehenden Möglichkeiten Gebrauch machen.« Ein Wegsehen sei inakzeptabel.

Am Wochenende war der 30-jährige jüdische Student Lahav Shapira mit Knochenbrüchen im Gesicht ins Krankenhaus gekommen. Ein 23-jähriger propalästinensischer Kommilitone soll ihn in Berlin-Mitte unvermittelt geschlagen und getreten haben. Der mutmaßliche Täter floh zunächst, wurde dann aber ermittelt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin sagte am Dienstag, ein antisemitisches Tatmotiv scheine nach jetzigem Ermittlungsstand nicht fernliegend.

Hochschulen seien zwar Orte maximaler Freiheit, aber keine rechtsfreien Räume, sagte Stark-Watzinger dem RND weiter. Diese Gewalt mache sie fassungslos und zeige, wohin Israel- und Judenhass führe. »Es muss alles getan werden, dagegen mit rechtsstaatlichen Mitteln vorzugehen.«

Zuvor hatte am Dienstag der Zentralrat der Juden von der Hochschule strikte Konsequenzen gefordert. Eine Exmatrikulation des betreffenden Studenten sei alternativlos. Nach Darstellung der Universität ist ein solcher Rauswurf aber rechtlich nicht möglich, sondern lediglich ein Hausverbot von höchstens bis zu drei Monaten. dpa/ja

USA/Iran

Trump bestätigt: Chamenei ist tot

In Teheran bricht nach Berichten über den Tod von Irans obersten Führer spontan Jubel aus

 28.02.2026

USA

Ist Ajatollah Ali Chamenei noch am Leben? Nun äußert sich Donald Trump

 28.02.2026

Krieg

Explosionen in Tel Aviv. Eine Tote, mehrere Verletzte

Nach einem Raketenangriff aus dem Iran melden Einwohner laute Explosionen in Tel Aviv

 28.02.2026

Israel

Israelische Medien: Chameneis Leiche wurde gefunden

Die Hintergründe

 28.02.2026 Aktualisiert

Jerusalem/Teheran

»Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Tyrann nicht mehr existiert«

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat bekanntgegeben, dass Irans Oberster Führer Ali Chamenei bei den Angriffen Israels und der USA getötet wurde

 28.02.2026 Aktualisiert

Essay

Ich habe Xavier Naidoos öffentlicher Abbitte geglaubt ...

Da steht er also wieder vor dem Kanzleramt. Nicht als Sänger, nicht als geläuterter Rückkehrer, nicht als jemand, der seine eigenen Irrwege wirklich aufgearbeitet hätte, sondern als Lautsprecher für den nächsten verschwörungsideologischen Ausnahmezustand

von Serdar Somuncu  28.02.2026

Krieg

Jubelrufe in Teheran nach Berichten über Chameneis Tod

In Teheran sorgt eine unbestätigte Nachricht für Freudenfeiern. Doch offizielle Bestätigungen fehlen bislang

 28.02.2026

Analyse

»Der Iran hat nicht die Schlagkraft«

Das iranische Regime kann den Angriffen von Israel und den USA aus Sicht des Politologen Maximilian Terhalle militärisch wenig entgegensetzen - und durchaus gestürzt werden

 28.02.2026

Interview

»Die Chance auf Regimewechsel im Iran liegt bei 5 Prozent«

Der Sicherheits- und Terrorismusexperte Peter R. Neumann ist skeptisch, dass der von Israel und den USA gewünschte Fall des Regimes im Iran durch die Militäraktion erreicht werden kann

von Michael Thaidigsmann  28.02.2026