Berlin

Solidarisch mit Israel

Ein breites Bündnis aus Verbänden, Gewerkschaften, allen im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien und dem Zentralrat der Juden in Deutschland hat am Samstag in Berlin gegen die anti-israelische »Al-Quds«-Kundgebung demonstriert. Insgesamt 500 Menschen gingen gegen Antisemitismus und Israelhass auf die Straße und zeigten sich solidarisch mit Israel.

An der »Al-Quds«-Demonstration nahmen laut Angaben der Polizei 800 Personen teil – weit weniger als in den vergangenen Jahren. Der »Al-Quds-Tag«, der 1979 vom iranischen Revolutionsführer Ayatollah Khomeini ausgerufen worden war, findet seit 1996 in Berlin statt. Dessen Anhänger stellen öffentlich das Existenzrecht Israels infrage.

schande Dass in Deutschland heute immer noch ganz offen und unverblümt gegen Israel und gegen Juden gehetzt werden darf, sei »eine Schande«, sagte Israels Botschafter Yakov Hadas-Handelsman auf der Kundgebung gegen den »Al-Quds-Tag«.

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) war ebenso vertreten wie Volker Beck von den Grünen und Petra Pau (Die Linke). »Antisemitismus ist Menschenfeindlichkeit und deswegen bin ich hier, um dagegen meine Stimme zu erheben«, erklärte die Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestages.

veranstalter Die Veranstalter des Al-Quds-Tages dagegen mussten wie bereits im Vorjahr weiteren Teilnehmerschwund registrieren. Auf dem Adenauerplatz versammelten sich statt der erwarteten 1500 Personen anfänglich gerade einmal 200, darunter auch drei wie jedes Mal eigens eingeflogene Vertreter der antizionistischen jüdischen Neturei-Karta-Sekte, die auf Schildern als »authentische Rabbiner« angepriesen wurden.

Für die Demonstration hatten in diesem Jahr noch strengere Auflagen gegolten. So waren Flaggen der schiitischen Terrororganisation Hisbollah verboten.

Lesen Sie mehr in der kommenden Printausgabe.

Berlin

Petra Pau kritisiert Ferat Koçak nach Kontakt zum Remmo-Clan

»Ich kann nicht mehr an Naivität glauben«, sagt die frühere Bundestagsvizepräsidentin

 22.09.2026

Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen)

Berlin

Özdemir: Linke muss Antisemiten notfalls rauswerfen

Nach der Abgeordnetenhauswahl können die Grünen sowohl mit SPD und Linken als auch mit SPD und CDU koalieren. Der einzige grüne Chef einer Landesregierung hat einen klaren Rat für seine Parteifreunde

 22.09.2026

Frankfurt

Vorsitzender der jüdischen Gemeinden in Hessen legt Amt bei HR nieder

Der Streit über die Höhe der Entschädigung für enteignete jüdische Grundstücke in Frankfurt am Main zieht Kreise: Daniel Neumann legt sein Aufsichtsratsmandat bei einer HR-Tochter nieder

 22.09.2026

New York

Trump: Mamdani hat Potenzial zu großartigem Bürgermeister

Politisch liegen Welten zwischen New Yorks Bürgermeister und dem US-Präsident. Doch auch nach ihrem dritten Treffen äußern sich beide erstaunlich versöhnlich

 22.09.2026

Berlin

Sergey Lagodinsky: Linke muss Antisemiten ausschließen

Die Debatte um Judenhass in der Linkspartei ebbt nicht ab. Der Grünen-Europaabgeordnete fordert nun konkrete Konsequenzen von der Parteiführung

 22.09.2026

Berlin

Merz: Jüdisches Leben in Deutschland nicht mehr sicher

Vor allem seit dem Überfall der Hamas auf Israel und dem Beginn des Gaza-Krieges kommt es in Berlin immer wieder zu Attacken auf Juden. Der Bundeskanzler erteilt jeglichem Antisemitismus eine klare Absage

 22.09.2026

Berlin

Igor Levit kritisiert Merz: Weiter-so in hübscher Verpackung

Merz’ Art der Kommunikation des CDU-Politikers wirke »losgelöst«, so der Pianist

 22.09.2026

Kanada

Schüsse vor Synagoge: Polizist und mutmaßlicher Angreifer schwer verletzt

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend, während sich rund 25 Menschen in der Sons of Jacob Synagogue zum Jom Kippur versammelt hatten

 22.09.2026

Berlin

Auschwitz Komitee: Linke soll zu »Fehlentwicklungen« stehen

Nach dem Wahlsieg der Linken: Die Präsidentin des Auschwitz-Komitees kritisiert die Haltung der Partei zum Antisemitismus. Sie müsse sich »von allen Antisemiten in ihren Reihen« trennen

 22.09.2026